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Verteidigungsminister Esper: : Washington will türkische Militäroffensive in Nordsyrien verhindern

  • Aktualisiert am

Von der Türkei unterstützte Kämpfer in Syrien während einer Militärübung im Norden von Aleppo. Bild: AFP

Der türkische Präsident Erdogan hatte wiederholt mit einer Militäroffensive gedroht. Die Vereinigten Staaten haben dies nun als „inakzeptabel“ kritisiert.

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          Washingtons Verteidigungsminister Mark Esper hat die Türkei eindringlich vor einer einseitigen Militäroffensive in Nordsyrien gewarnt. Ein solches Vorgehen wäre „inakzeptabel“ und die Vereinigten Staaten seien bereit, einen „einseitigen Einmarsch“ zu verhindern, der die Verbündeten in Syrien gefährden würde, sagte der Minister am Dienstag auf einem Flug nach Tokio.

          Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan hatte am Dienstag wiederholt mit einer Militäroffensive gedroht. „Es ist unsere höchste Priorität, den Terror-Sumpf in Nordsyrien auszutrocknen“, sagte er. Der Prozess, der mit zwei vorherigen türkischen Offensiven in Nordsyrien begonnen habe, werde „sehr bald“ in eine „neue Phase“ gehen. Ein Gebiet an der türkischen Grenze wird von der Kurdenmiliz YPG kontrolliert. Die Türkei fordert daher dort schon seit Jahren eine von Kurdenmilizen befreite Pufferzone, hatte aber jüngst ihre Rhetorik verschärft.

          Die Vereinigten Staaten betrachten die YPG als Verbündete gegen die Terrormiliz Islamischer Staat. Minister Esper erklärte, die Gespräche zwischen Washington und Ankara in dieser Sache dauerten weiter an. Man bemühe sich, eine Lösung zu finden, mit der die türkischen Sicherheitsbedenken adressiert werden könnten, sagte Esper.

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