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„Vertrauensbildende Maßnahme“ : Verletzte Houthis dürfen Jemen verlassen

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Hat sich für medizinische Evakuierungen eingesetzt: Die Vereinten Nationen – hier landet Untergeneralsekretär der Vereinten Nationen für humanitäre Angelegenheiten Mark Lowcock in Sanaa Bild: EPA

50 Rebellen werden am Montag aus dem Bürgerkriegsland ausgeflogen. Das sagte Saudi-Arabien vor Friedensgesprächen in Schweden zu. Die medizinische Versorgung war bislang einer der große Streitpunkte.

          Ein Flugzeug der Vereinten Nationen soll nach Angaben der von Saudi-Arabien angeführten Militärkoalition im Jemen am Montag 50 verletzte Houthi-Rebellen aus dem Bürgerkriegsland ausfliegen. Es handle sich dabei um eine „vertrauensbildende Maßnahme“ vor den bevorstehenden Friedensgesprächen in Schweden, sagte ein Sprecher der Militärkoalition laut der amtlichen saudischen Nachrichtenagentur SPA.

          Die Koalition habe entsprechend einer Forderung des UN-Sondergesandten Martin Griffiths zugestimmt, Evakuierungsaktionen aus medizinischen Gründen zu ermöglichen. Die verletzten Rebellen, drei jemenitische Ärzte sowie ein UN-Arzt sollen demnach aus der von den Rebellen gehaltenen Hauptstadt Sanaa nach Maskat im Oman ausgeflogen werden.

          Die medizinische Versorgung der verletzten Houthi-Kämpfer war zuletzt einer der größten Streitpunkte in den Genfer Friedensgesprächen gewesen. Die Gespräche scheiterten, nachdem die Houthi-Vertreter sich weigerten nach Genf zu reisen. Sie warfen der UN vor, keine Garantien für die Rückkehr ihrer Delegation nach Sanaa sowie die Ausreise verletzter Rebellen in den Oman gegeben zu haben. 2016 waren Gespräche gescheitert, nachdem es nach mehr als hundert Verhandlungstagen keine Einigung gab und Houthi-Delegierte drei Monate im Oman festsaßen.

          Im Jemen herrscht seit 2014 ein Bürgerkrieg, in dem nach UN-Angaben bereits etwa 10.000 Menschen getötet wurden, unter ihnen tausende Zivilisten. Nach Einschätzung der UN handelt es sich um die schwerste humanitäre Krise weltweit.

          Angeheizt wird der Konflikt dadurch, dass beide Seiten große Regionalmächte hinter sich haben: Die Regierung von Präsident Abd Rabbo Mansour Hadi wird vom sunnitischen Saudi-Arabien unterstützt, der schiitische Iran unterstützt die Houthi-Rebellen.

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