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Proteste in Frankreich : Marine Le Pen gefällt das

Kommt ein Zug und kommt man rein? Gedränge am Donnerstag in der Pariser Metrostation Châtelet Bild: AFP

Chaos im Paris Nahverkehr: Pendler prügeln sich am Bahnsteig, der Bus hält irgendwo, Streikende greifen Arbeitswillige an. Der Rentenstreik spaltet Frankreich. Ein schnelles Ende der Proteste ist nicht in Sicht.

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          Der Eiffelturm flimmert im Licht der Scheinwerfer, als der Busfahrer eine wichtige Durchsage macht. „Mesdames, Messieurs, wir kommen im Stau nicht voran. Gehen Sie doch bitte zu Fuß weiter“, sagt er. Die Fahrgäste hinterfragen seine Worte nicht. „Merci“, sagen einige beim Aussteigen. Nur eine ältere Frau mit Gehstock bleibt sitzen. Beim Streik des öffentlichen Nahverkehrs, der in Paris schon länger als eine Woche dauert, sind die Leute auf alles gefasst – auch auf Fußmärsche.

          Michaela Wiegel

          Politische Korrespondentin mit Sitz in Paris.

          Busse fahren nicht nach Plan, halten, wo es gerade passt, die Fahrgäste sind dankbar, wenn es überhaupt vorangeht. Nur die zwei vollautomatisierten Metrolinien befördern die Passagiere in der französischen Hauptstadt störungsfrei. Zehn Metroverbindungen bleiben ganz geschlossen. Auf den Straßen stauen sich Autos, dazwischen schlängeln sich Motorradfahrer. Auf den von der Fahrbahn abgetrennten Radwegen, die Bürgermeisterin Anne Hidalgo in den vergangenen Monaten ausbauen ließ, rasen Radler und Elektrorollerfahrer vorbei. Selbst nach Mitternacht ist man dort nicht allein. Die städtischen Leihräder „Vélib’“, die es inzwischen auch in der Elektrovariante gibt, sind ausgebucht. Die „kleine Königin“, wie die Franzosen das Fahrrad nennen, erobert die Kapitale.

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