Brände in Südeuropa : Vorboten der Klimaapokalypse?
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Kampf in der Flammenhölle: Ein Feuerwehrmann versucht in einem Vorort von Athen zu löschen. Bild: Reuters
Hitze und Trockenheit haben Griechenland zu einem Pulverfass gemacht. Das sagt der Ministerpräsident. Es ist offensichtlich: Extremwetterlagen nehmen zu.
Die Brände im Südosten Europas sind verheerend. In Griechenland sind es die schlimmsten seit dem Jahr 2007. In einer dramatischen Ansprache an die Nation hat Ministerpräsident Mitsotakis, ein Mann, der nicht zur Hysterie neigt, von einem nie da gewesenen Zustand gesprochen: Hitze und Trockenheit hätten das Land in ein Pulverfass verwandelt. In der Türkei sieht es nicht anders aus. Sind das die Vorboten einer Apokalypse, die Forscher für unausweichlich halten, wenn der Klimawandel sich fortsetzt wie bisher?
Im Mittelmeerraum jedenfalls werden die Perioden extremer Hitze länger. Was das für das „normale“ Leben von Millionen Menschen bedeutet, unabhängig von den Bränden, kann man sich allmählich vorstellen. Die Überlastung des Stromnetzes, weil Klimaanlagen auf Hochtouren laufen, ist da nur ein Detail. Es gibt aber einen Vorgeschmack auf das, was uns womöglich bevorsteht.
Es ist offensichtlich, dass die Extremwettereignisse an Häufigkeit und Intensität zunehmen. Im Westen Kanadas wurden neulich mehr als fünfzig Grad Celsius gemessen. In Kalifornien hat die „Waldbrandsaison“ schon früher begonnen, immer größere Flächen werden verwüstet. Und wir in Deutschland sind immer noch fassungslos angesichts der Zerstörung, welche die Flut angerichtet hat, und der vielen Opfer. Es wird ungeheuer viel Geld kosten, sich auf neue Wetterlagen und die Klimaveränderung einzustellen und Vorkehrungen zu treffen. Das festzustellen hat nichts mit Übertreibung zu tun.