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Vereinigte Staaten : Todesurteil gegen Bürgerrechtler Abu-Jamal aufgehoben

  • Aktualisiert am

Abu-Jamal auf einem Foto aus dem Jahre 1994 Bild: AFP

Ein amerikanisches Berufungsgericht hat das Todesurteil gegen den amerikanischen Journalisten und Bürgerrechtler Mumia Abu-Jamal aufgehoben. Die Verurteilung wegen Mordes an einem Polizisten 1981 hielten die Bundesrichter aber aufrecht.

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          Ein amerikanisches Berufungsgericht hat das Todesurteil gegen den amerikanischen Journalisten und Bürgerrechtler Mumia Abu-Jamal aufgehoben. Er war wegen eines 1982 begangenen Polizistenmordes verurteilt worden.

          Die Verurteilung Abu-Jamals wegen Mordes an einem Polizisten 1981 hielten die Bundesrichter in Philadelphia in ihrer am Donnerstag bekannt gegebenen Entscheidung aber aufrecht. Der Richterspruch öffnet der Staatsanwaltschaft die Möglichkeit, vor einem Geschworenengericht abermals die Todesstrafe gegen den Inhaftierten zu beantragen. Sollte sie darauf verzichten, würde Abu-Jamals Strafmaß automatisch in lebenslange Haft umgewandelt.

          Abu-Jamal, früheres Mitglied der radikalen „Black Panthers“ (Schwarzen Panther), war 1982 wegen Polizistenmordes verurteilt worden. Sein Fall erregt seitdem weltweit große Aufmerksamkeit; Abu-Jamal wurde zur Symbolfigur im Kampf gegen die Todesstrafe in den Vereinigten Staaten. Der inzwischen 53-Jährige beteuert seine Unschuld. Seine Unterstützer sehen ihn als Opfer eines unfairen und rassistisch voreingenommenen Justizsystems. Zweimal waren bereits Hinrichtungstermine angesetzt, wurden dann aber wieder aufgeschoben - zuletzt im Jahr 1999.

          Schon 2001 hatte ein Bundesrichter das Todesurteil gegen den Afro-Amerikaner aufgehoben und eine neue Anhörung zum Strafmaß angeordnet. Die Verurteilung wegen Mordes blieb jedoch bestehen. Die Anklage hatte daraufhin Berufung eingelegt. (Siehe auch: Abu-Jamals Hoffnung auf Gerechtigkeit)

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