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Vereinigte Staaten : Kongress einigt sich auf Milliardenpaket gegen Coronavirus

  • Aktualisiert am

Ein Arbeiter desinfiziert einen Bus in Seattle Bild: AFP

Republikaner und Demokraten haben vereinbart, Notfallmaßnahmen gegen die Epidemie mit einer Summe von 8,3 Milliarden Dollar zu finanzieren. In Amerika sind bislang mehr als 100 Infektionen mit Sars-CoV-2 bestätigt worden.

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          Das amerikanische Repräsentantenhaus stellt für den Kampf gegen das neuartige Coronavirus neue Finanzmittel in Höhe von 8,3 Milliarden Dollar bereit. Ein entsprechendes Nothilfegesetzes wurde mit 415 zu 2 Stimmen vom Repräsentantenhaus angenommen. Es muss nun noch vom Senat verabschiedet werden, der anderen Kammer im Kongress. „Wir müssen diese Gesetzgebung schnell umsetzen – Leben stehen auf dem Spiel“, erklärte die demokratische Ausschussvorsitzende Nita Lowey.

          Das Gesetz sieht drei Milliarden Dollar für die Entwicklung von Therapien und Impfstoffen vor. 2,2 Milliarden Dollar sollen für präventive Maßnahmen bestimmt sein. 435 Millionen Dollar sind für Hilfe im Ausland vorgesehen.

          Überparteiliche Einigung

          Republikaner im Senat, der anderen Parlamentskammer, haben bereits Unterstützung für die Freigabe von Mitteln in Milliardenhöhe signalisiert. Die Vorsitzende des Repräsentantenhauses, die Demokratin Nancy Pelosi, sprach in einer Mitteilung von einer überparteilichen Einigung in beiden Parlamentskammern über die Bereitstellung der neuen Finanzmittel.

          In den Vereinigten Staaten sind bislang mehr als 100 Infektionen mit Sars-CoV-2 bestätigt. Besonders betroffen ist der westliche Bundesstaat Washington. Das dortige Gesundheitsministerium bestätigte am Mittwoch den zehnten Todesfall infolge der Erkrankung. Vizepräsident Mike Pence, der die Coronavirus-Taskforce der Regierung leitet, will den Staat am Donnerstag besuchen.

          In Kalifornien wurde ein erster Todesfall gemeldet. Damit erhöhte sich die Gesamtzahl der Todesfälle auf elf. Es handele sich um einen älteren Mann, der sich vermutlich im Februar an Bord des Kreuzfahrtschiffs „Princess“ von San Francisco nach Mexiko angesteckt habe, teilte die lokale Gesundheitsbehörde im Placer County mit.

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