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Vereinigte Staaten : Kerry kandidiert nicht

  • Aktualisiert am

„Nicht der richtige Zeitpunkt” - John Kerry Bild: dpa

John Kerry, der in der Präsidentenwahl von 2004 gegen George W. Bush unterlag, will nicht mehr für das höchste Staatsamt kandidieren. Statt dessen bemüht sich der Demokrat um seine Wiederwahl als Senator.

          Der unterlegene demokratische Spitzenkandidat bei der amerikanischen Präsidentenwahl 2004, John Kerry, wird sich entgegen allgemeinen Erwartungen 2008 nicht wieder um das höchste politische Amt bewerben. Statt dessen wolle er sich in zwei Jahren um eine Wiederwahl in den Senat bemühen, sagte Kerry am Mittwoch in einer teilweise von starken persönlichen Emotionen geprägten Rede in der Kongresskammer.

          Statt zu kandidieren, wolle er seine volle Kraft dem Ziel widmen, den Krieg im Irak zu begrenzen und ein Ende einzuleiten, sagte der 63 Jahre alte Politiker. „Ich bin zum Schluss gekommen, dass es für mich nicht der richtige Zeitpunkt wäre, in einen Wahlkampf einzusteigen.“

          Kritik auch aus der eigenen Partei

          Bereits zuvor hatte der „Boston Globe“ unter Berufung auf Berater Kerrys gemeldet, der Senator habe erkannt, dass er im innerparteilichen Rennen um die Nominierung gegenüber anderen namhaften Konkurrenten einen schweren Stand haben würde. Zuletzt hatten ihn auch Mitglieder seiner eigenen Partei wegen einer Äußerung während des Kongresswahlkampfes im vergangenen November scharf kritisiert. Damals riet Kerry jungen Leuten, ihre eigene Bildung ernst zu nehmen, sonst würden sie als Soldaten im Irak landen. Kerry nannte die Äußerung später einen „misslungenen Witz“.

          Knapp zwei Jahre vor der Präsidentenwahl sind bereits mehrere prominente Demokraten in den Ring gestiegen, unter ihnen die frühere First Lady und jetzige Senatorin von New York Hillary Clinton sowie der populäre schwarze Senator Barack Obama.

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