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Vereinigte Staaten : Fünf somalische Piraten schuldig gesprochen

  • Aktualisiert am

Bild: reuters

Ein Gericht im amerikanischen Bundesstaat Virginia hat am Mittwoch im ersten Piraten-Prozess seit dem Ende des amerikanischen Bürgerkriegs fünf Somalier schuldig gesprochen. Bei der Festlegung des Strafmaßes im März kommenden Jahres drohen den Männern lebenslange Haftstrafen.

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          Erstmals seit zwei Jahrhunderten sind in den Vereinigten Staaten wieder Piraten für ihre Taten schuldig gesprochen worden. Nach Einschätzung einer Jury in Norfolk im amerikanischen Bundesstaat Virginia waren die fünf angeklagten Somalier im April an einem Angriff auf das amerikanische Kriegsschiff „USS Nicholas“ vor der Küste des ostafrikanischen Landes beteiligt.

          Die Geschworenen sprachen die Männer in zahlreichen Anklagepunkten schuldig, darunter Piraterie, Angriff mit gefährlichen Waffen und versuchte Plünderung eines Schiffes. Ihnen droht nun eine lebenslange Haftstrafe. Das Strafmaß soll Mitte März verkündet werden. Der Prozess hatte rund zwei Wochen gedauert.

          Der Schuldspruch der Geschworenen war das erste Urteil mit diesem Ausgang in einem amerikanischen Piratenprozess seit mehr als 190 Jahren, wie das amerikanische Justizministerium am Mittwoch mitteilte.

          Die Piraten waren nach den Schüssen auf das Kriegsschiff, das sie für einen Frachter hielten, festgenommen und in die Vereinigten Staaten gebracht worden. Sie hatten bei ihrer Festnahme automatische Waffen und einen Granatwerfer bei sich.

          Die Verteidigung hatte in dem Prozess argumentiert, die Männer seien zur Seeräuberei gezwungen worden. In Hamburg müssen sich seit Montag zehn mutmaßliche somalische Piraten vor Gericht verantworten. Die Staatsanwaltschaft wirft ihnen Angriff auf den Seeverkehr und erpresserischen Menschenraub vor.

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