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Militärschlag in Syrien : Ein Luftangriff als Bidens Botschaft an Iran

  • -Aktualisiert am

Der amerikanische Präsident Joe Biden in Houston (Archivbild) Bild: Reuters

Joe Bidens erste Militäraktion als Präsident war ein Vergeltungsschlag – der ein Signal senden sollte: Er handelt, um amerikanische Truppen zu schützen. Bei der Planung mussten vor allem die Befindlichkeiten Teherans bedacht werden.

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          Auf einen Gebäudekomplex an einem inoffiziellen Grenzübergang zwischen Syrien und dem Irak fielen in der Nacht zu Freitag sieben 500 Pfund schwere Bomben. Der amerikanische Luftangriff auf die Einrichtung, die für den Waffenschmuggel benutzt wird, sei eine relativ kleine, vorsichtig abgestimmte militärische Antwort auf die jüngsten Anschläge proiranischer Milizen gewesen, hieß es später im Pentagon.

          Majid Sattar

          Politischer Korrespondent für Nordamerika mit Sitz in Washington.

          Die Militäroperation habe bewusst auf der syrischen Seite der Grenze stattgefunden, um die irakische Regierung nicht zu brüskieren. John Kirby, der Sprecher von Verteidigungsminister Lloyd Austin, teilte mit, Präsident Joe Biden habe den Luftangriff genehmigt. Weiter hieß es später, das Pentagon habe dem Oberbefehlshaber auch größere Zielobjekte vorgelegt, Biden habe sich aber für eine weniger aggressive Option entschieden. Eine Handvoll Mitglieder der Milizen seien getötet worden. Weder Austin noch Kirby äußerten sich offiziell zur Zahl der Getöteten. Die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte teilte indes mit, bei dem Luftangriff seien mindestens 22 Angehörige von Milizen getötet worden. Die meisten Opfer hätten zur Miliz „Kataib Hizbullah“ aus dem Irak gehört. Der Angriff galt demnach einem Munitionstransport aus dem Irak nach Syrien.

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