https://www.faz.net/-gpf-9x6ey

Vereinigte Staaten : Biden und Sanders wollen schmutzigen Wahlkampf vermeiden

  • Aktualisiert am

Ruft seine Mitbewerber zu Geschlossenheit auf: Joe Biden Bild: AFP

Im Kampf um die Präsidentschaftskandidatur für Amerikas Demokraten und gegen Donald Trump hat Joe Biden seine Gegner zu Geschlossenheit aufgerufen. Sein größter Konkurrent stimmt ihm zu – und betont gleichzeitig die gegenseitigen Differenzen.

          1 Min.

          Nach seiner Siegesserie bei den Vorwahlen hat der frühere amerikanische Vizepräsident Joe Biden seine Mitbewerber um die Präsidentschaftskandidatur der Demokraten vor einem destruktiven Wahlkampf gewarnt. „Wir dürfen in den nächsten Wochen nicht zulassen, dass sich diese Vorwahlen in einen Wahlkampf negativer Angriffe verwandeln“, sagte Biden in Los Angeles. Das würde nur Präsident Donald Trump nützen, nicht aber den vier verbliebenen Bewerbern in dem Rennen der Demokraten.

          Biden kündigte bei seinem Auftritt vor Unterstützern an, die Spaltung der Vereinigten Staaten überwinden zu wollen. „Wir werden alle Amerikaner zusammenbringen“, sagte er. Das habe auch sein Erfolg bei den Vorwahlen am sogenannten Super Tuesday gezeigt. Zudem sei das der Grund gewesen, weshalb er überhaupt seine Kandidatur erklärt habe. Biden sagte weiter: „Das ist eine Bewegung, die wir aufbauen. Und wir brauchen eine Bewegung, um Donald Trump zu schlagen.“

          Unverhofftes Comeback

          Biden (77) war bei den Vorwahlen am Super Tuesday ein unverhofftes Comeback gelungen. Der moderate Kandidat gewann in 10 von 14 Bundesstaaten. Der einzig ernstzunehmende Konkurrent Bidens ist nun der linke Senator Bernie Sanders (78). Im Rennen sind außerdem noch die Senatorin Elizabeth Warren (70), die aber keine realistischen Aussichten mehr auf eine Nominierung hat, und die chancenlose Kongressabgeordnete Tulsi Gabbard (38).

          Sanders sagte in Vermont zu dem nun bevorstehenden Zweikampf mit Biden: „Ich mag Joe. Er ist ein anständiger Kerl.“ Er wolle nicht, dass der Wahlkampf in persönliche Attacken abdrifte. „Das ist das Letzte, was das Land will.“ Sanders betonte aber, es gebe große inhaltliche Differenzen zwischen ihm und Biden, etwa in der Gesundheitspolitik. „Dies ist ein Wettstreit der Ideen“, betonte er. Es gehe um unterschiedliche Visionen für das Land.

          Weitere Themen

          Welcher Lernstoff ist verzichtbar?

          Im neuen Schuljahr : Welcher Lernstoff ist verzichtbar?

          Auch nach den Sommerferien wird der Unterricht anders sein als gewohnt. Drei Szenarien sind denkbar. Die Friedrich Ebert Stiftung schlägt nun vor, Prüfungs- und Lehrinhalte zu reduzieren. Streit ist programmiert.

          Topmeldungen

          Schüler einer vierten Klasse sitzen zu Beginn des Unterrichts in Dresden auf ihren Plätzen.

          Im neuen Schuljahr : Welcher Lernstoff ist verzichtbar?

          Auch nach den Sommerferien wird der Unterricht anders sein als gewohnt. Drei Szenarien sind denkbar. Die Friedrich Ebert Stiftung schlägt nun vor, Prüfungs- und Lehrinhalte zu reduzieren. Streit ist programmiert.
          Streit mit der Bild-Zeitung: Virologe Christian Drosten

          „Bild“ gegen Drosten : Wahrheit im Corona-Style

          Die Kampagne gegen den Virologen Drosten ist sachlich unbegründet, niveaulos und niederträchtig. Sie richtet sich gegen die Wissenschaft. Und damit ist weder der Gesellschaft noch der Politik gedient.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.