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Verbindungen zum IS? : Weitere Festnahme nach Anschlag von Manchester

  • Aktualisiert am

Nach dem Anschlag: Hausdurchsuchung von islamistischen Terrorverdächtigen in Manchester. Bild: AFP

In Manchester hat die Polizei einen weiteren Mann festgenommen, der an dem Anschlag auf ein Popkonzert mit 22 Toten beteiligt sein soll. Unterdessen gibt es neue Hinweise auf eine enge Verbindung des Selbstmordattentäters zum IS.

          Knapp zwei Wochen nach dem Selbstmordanschlag von Manchester hat die britische Polizei einen weiteren Verdächtigen in dem Fall festgenommen. Der Mann sei in der nordenglischen Stadt gefasst worden, teilte die Polizei am Samstag mit. Damit befänden sich derzeit insgesamt elf Männer im Zusammenhang mit der Tat in Haft. Weitere sechs Personen, die zuvor festgenommen worden waren, seien inzwischen wieder auf freiem Fuß.

          Bei dem Anschlag auf ein Popkonzert mit der amerikanischen Sängern Ariana Grande waren 22 Menschen getötet worden, darunter viele Jugendliche und ein Kind. Innenministerin Amber Rudd hatte erklärt, manche Mitglieder des mutmaßlichen Netzwerks um den Selbstmordattentäter Salman Abedi seien womöglich noch auf der Flucht.

          Abedi soll sich nach Informationen der New York Times vor dem Anschlag mit Mitgliedern einer Terrorzelle des IS in Libyen getroffen haben. Abedis Familie wanderte Mitte der neunziger Jahre auf der Flucht vor dem damaligen Machthaber Gaddafi nach Großbritannien aus.

          Bei der libyschen IS-Zelle soll es sich um jene Einheit handeln, die auch die Anschläge in Paris im November 2015 vorbereitet haben soll. Die New York Times beruft sich in ihrem Bericht auf zwei Quellen in amerikanischen Geheimdiensten.

          Bei seinen Treffen in den libyschen Städten Tripoli und Sabratha soll sich Abedi mit Mitgliedern der IS-Brigade Katibat al-Battar al-Libi getroffen haben.

          Von Überwachungskamera erfasst: Der Selbstmordattentäter Salman Abedi kurz vor dem Anschlag nach einem Popkonzert in der Manchester-Arena am späten Abend des 22.Mai 2017.

          Der Mitglieder waren als Kämpfer für den IS von Libyen nach Syrien eingereist. Einige von ihnen sollen laut New York Times nach Libyen zurückgekehrt sein, um von dort aus Anschläge in Europa vorzubereiten. Abedi soll auch nach der Rückkehr in seine Heimatstadt Manchester über Wegwerfhandys Kontakt zu dieser IS-Terrorgruppe in Libyen gehalten haben. 

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