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Venezuelas Präsident : Maduro verkündet Kandidatur für Präsidentenwahl

  • Aktualisiert am

„Kandidat der Arbeiterklasse“: Venezuelas Präsident Maduro am Mittwoch mit seiner Frau Bild: Reuters

Venezuelas Präsident Nicolás Maduro will als „Kandidat der Arbeiterklasse“ eine zweite Amtszeit. Der Termin der Präsidentenwahl war erst kürzlich vorgezogen worden und wird von der Opposition scharf kritisiert.

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          Der venezolanische Präsident Nicolás Maduro bewirbt sich bei den kommenden Wahlen um eine zweite Amtszeit. „Ich werde bei der Wahl antreten und der Kandidat der Arbeiterklasse sein“, erklärte Maduro am Mittwoch bei einer Veranstaltung in der Hauptstadt Caracas vor zahlreichen Anhängern. Erst am Dienstag hatte die Verfassungsgebende Versammlung per Dekret bestimmt, dass die für Ende des Jahres geplanten Abstimmungen vorgezogen werden und noch vor Ende April stattfinden sollen.

          Der 55 Jahre alte Nachfolger des verstorbenen Hugo Chávez zeigte sich überzeugt, dass er den Urnengang gewinnen werde. Die bürgerliche Opposition, die die Terminfestlegung der Wahl als willkürlich und übereilt kritisierte, ist zerstritten und hat Schwierigkeiten, sich auf einen gemeinsamen Kandidaten zu einigen. Der oppositionelle ehemalige Gouverneur des Bundesstaates Lara, Henri Falcón, erklärte ebenfalls am Mittwoch im Alleingang seine Präsidentschaftskandidatur.

          Im Januar kommenden Jahres endet die sechsjährige Amtszeit des linksnationalen Präsidenten Maduro. Der genaue Termin für die Wahl des Staatsoberhaupts muss noch vom Obersten Wahlrat CNE festgelegt werden.

          Ein jahrelanger erbitterter Machtkampf zwischen der sozialistischen Regierung und der Opposition hat Venezuela in eine tiefe politische und wirtschaftliche Krise gestürzt. Die Opposition wirft Maduro vor, Kritiker zu kriminalisieren und Venezuela in eine Diktatur zu führen. Maduro hingegen hält einigen rechten Oppositionsführern vor, Chaos im Land zu stiften und mit Hilfe der Vereinigten Staaten einen Staatsstreich vorzubereiten. Bei Protestaktionen zwischen April und Juli wurden über 120 Menschen getötet. Angesichts galoppierender Inflation und Devisenmangels sind Teile der Wirtschaft zusammengebrochen.

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