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Nach Tod eines Oppositionellen : Venezuelas Außenminister attackiert Merkel

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Jorge Arreaza forderte auf Twitter Respekt für die venezolanischen Institutionen. Bild: AP

Außenminister Jorge Arreaza verbittet sich jeden Kommentar der Bundesregierung zu dem vermeintlichen Selbstmord eines Politikers in Venezuela. Zudem sieht er Deutschland als Anhängsel Amerikas.

          Nach dem Tod eines oppositionellen Politikers in venezolanischer Haft hat der Außenminister des südamerikanischen Landes Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) auf Twitter attackiert. „Es ist bedauerlich, dass sich die deutsche Kanzlerin Angela Merkel so offensichtlich der Trump-Regierung unterwirft“, schrieb Jorge Arreaza am Donnerstag. Der Stadtrat Fernando Albán hatte sich nach Darstellung der Regierung in Caracas Anfang der Woche mit einem Sprung aus dem Fenster des Gebäudes des Geheimdienstes Sebin selbst getötet. Die Opposition hegt Zweifel an der offiziellen Version.

          Ein Sprecher des Auswärtigen Amtes hatte am Mittwoch gesagt: „Jeder Staat hat die Pflicht, für die Sicherheit und körperliche Unversehrtheit seiner Bürger zu sorgen, die in Haft sind.“ Umso dringlicher erwarte „die Bundesregierung jetzt eine rasche, transparente und unabhängige Aufklärung der Todesumstände“.

          Arreaza schreib weiter: „Die deutsche Kanzlerin verfällt abermals auf interventionistische und feindselige Aktionen gegen Venezuela. Er forderte die Bundesregierung auf, „dass sie unseren Institutionen Respekt zollt, unsere Souveränität anerkennt und ihre grundlegenden Pflichten aus dem Völkerrecht erfüllt“.

          Die Vereinigten Staaten sind einer der schärfsten Kritiker der autoritären Regierung von Präsident Nicolás Maduro. Washington hat bereits eine Reihe von Sanktionen gegen venezolanische Funktionäre verhängt.

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