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Venezuela : Soldat bei Protesten der Opposition getötet

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Bild: EPA

Bei Ausschreitungen in Venezuela ist laut Regierung ein Mitglied der Nationalgarde getötet worden. Die Regierungsgegner rufen für Donnerstag zu weiteren Massenkundgebungen auf.

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          Bei den Demonstrationen gegen Venezuelas Staatschefs Nicolás Maduro ist nach Angaben des Regierungslagers nun auch ein Soldat getötet worden. „Sie haben gerade ein Mitglied der Nationalgarde in San Antonio de los Altos ermordet“, sagte der Vize-Chef der sozialistischen Regierungspartei PSUV, Diosdado Cabello, am Mittwoch im venezolanischen Fernsehen. Cabello machte die Regierungskritiker für die Tat in einem Vorort der Hauptstadt Caracas verantwortlich. Zu den Umständen äußerte er sich nicht. Die Staatsanwaltschaft bestätigte den Todesfall.

          Tausende Gegner von Maduro hatten am Mittwoch in Caracas und in anderen Orten Venezuelas demonstriert. Dabei starb in der venezolanischen Hauptstadt ein 17-Jähriger durch einen Kopfschuss, den laut Augenzeugen ein Unbekannter von einem Motorrad aus abgegeben hatte. Auch in San Cristóbal im Westen des Landes wurde eine 23-jährige Frau durch einen Schuss in den Kopf getötet, wie aus der Staatsanwaltschaft verlautete.

          Bis zu sechs Millionen Demonstranten

          In der Nacht zu Donnerstag gab es in mehreren Vierteln von Caracas sowie in anderen Städten gewaltsame Zwischenfälle. Die Opposition rief für Donnerstag zu neuen Protestkundgebungen auf. „Wenn heute Millionen auf die Straßen gegangen sind, müssen morgen noch mehr rausgehen“, sagte der Oppositionsführer Henrique Capriles am Mittwochabend. Laut einer Einschätzung des der Opposition nahestehenden Umfrageinstituts Meganalisis sollen am Mittwoch in Venezuela bis zu sechs Millionen Menschen demonstriert haben, es gab aber auch Demonstrationen für den sozialistischen Präsidenten Nicolás Maduro, der vor einem Putsch der Opposition warnt. Offizielle Zahlen wurden hierzu nicht veröffentlicht.

          Capriles hatte 2013 gegen Maduro äußerst knapp verloren und war zuletzt für 15 Jahre als Kandidat von Wahlen ausgeschlossen worden. Er will das nicht akzeptieren, die Opposition fordert Neuwahlen.

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