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Russische Bomber in Venezuela : Moskaus neue Basis vor Amerikas Haustür

Empfang in Venezuela: Verteidigungsminister Vladimir Padrino Lopez begrüßt die russische Delegation. Bild: EPA

Während sich alle von Venezuela abwenden, tut Russland das Gegenteil. Washington ist besorgt. Wird das Land Moskaus neues Werkzeug – wie Kuba im Kalten Krieg?

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          Russland hat zwei atomwaffenfähige Bomber des Typs Tu-160 nach Venezuela geschickt. Sie sollen laut offiziellen Angaben an Übungen mit der venezolanischen Luftwaffe teilnehmen. Doch der Zweck des Manövers ist noch ein anderer: Die russischen Bomber, die am internationalen Flughafen von Caracas und damit mitten im amerikanischen „Hinterhof“ stehen, sind ein Zeichen Richtung Washington: Wir sind nicht allein, sagt Venezuela. Wir sind hier, sagt Russland. Die Reaktion aus Washington ließ nicht lange auf sich warten. Der amerikanische Außenminister Mike Pompeo bezeichnete das Manöver als einen Akt zweier „korrupter Regierungen“, die Staatsgelder verschwendeten und die Freiheit erstickten, während ihre Bevölkerung leide. Der Kreml bezeichnete diese Äußerung als komplett unangebracht.

          Tjerk Brühwiller
          Korrespondent für Lateinamerika mit Sitz in São Paulo.

          Im Grunde ist die russische Militärübung mit Venezuela nur die Fortsetzung dessen, was schon vor Jahren seinen Anfang genommen hat. Die Kooperation der beiden Länder begann bereits unter dem früheren venezolanischen Präsidenten Hugo Chávez, der sich ausgezeichnet mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin verstand. Als die Vereinigten Staaten 2006 ihre Waffenlieferungen nach Venezuela einstellten und Israel keine Ersatzteile für die venezolanischen F-16-Kampfflugzeuge mehr liefern durfte, wandte sich Chávez an Moskau und kaufte russische Rüstungsgüter in Milliardenhöhe.

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