https://www.faz.net/-gpf-9mgqy

Venezuela : Guaidó ruft Schlussphase im Machtkampf mit Maduro aus

  • Aktualisiert am

Juan Guaidó unterhält sich auf dem Stützpunkt „La Carlota“ mit Militärs. Bild: Reuters

Das Ende der Unterdrückung durch Maduro habe begonnen, verkündete der selbsternannte Interimspräsident Juan Guaidó auf Twitter. Zudem sollen Militärs den Oppositionsführer Leopoldo López aus dem Hausarrest befreit haben.

          1 Min.

          Der selbst ernannte venezolanische Interimspräsident Juan Guaidó will den sozialistischen Staatschef Nicolas Maduro mit Hilfe des Militärs aus dem Amt drängen. Am Dienstag zeigte er sich gemeinsam mit Soldaten und dem aus dem Hausarrest befreiten Oppositionsführer Leopoldo López. Seine „Operation Freiheit“ gehe jetzt in die entscheidende Phase, sagte er.

          Kurz zuvor hatten Soldaten Oppositionsführer López nach dessen Angaben aus dem Hausarrest befreit. „Militärs haben mich auf Anweisung von Präsident Guaidó befreit“, schrieb López auf Twitter. Auf Fotos soll er gemeinsam mit dem selbst ernannten Interimspräsidenten Guaidó und Soldaten auf dem Luftwaffenstützpunkt La Carlota bei Caracas zu sehen gewesen sein. „Jetzt ist die Stunde, um die Freiheit zu erringen“, schrieb López auf Twitter. „Kraft und Glaube.“

          Der Gründer der Oppositionspartei Voluntad Popular sitzt seit 2014 in Haft. Damals waren bei Protesten gegen die Regierung mehr als 40 Menschen ums Leben gekommen. Ein Gericht verurteilte ihn wegen Anstachelung zur Gewalt zu fast 14 Jahren Haft. Zuletzt saß der Oppositionsführer im Hausarrest. Zahlreiche Regierungen und Menschenrechtsorganisationen sehen in López einen politischen Gefangenen.

          Der selbst ernannte Interimspräsident Guaidó rief weitere Einheiten des Militärs des südamerikanischen Landes dazu auf, sich ihm anzuschließen. „Die Streitkräfte haben die richtige Entscheidung getroffen. Sie können auf die Unterstützung des venezolanischen Volkes zählen“, schrieb er auf Twitter.

          Die sozialistische Regierung von Präsident Maduro hingegen sprach von nur einer kleinen Gruppe Soldaten, die sich Guaidó angeschlossen haben. „In diesem Moment schalten wir eine kleine Gruppe verräterischer Soldaten aus“, schrieb Kommunikationsminister Jorge Rodriguez auf Twitter. „Wir rufen das Volk dazu auf, in maximaler Alarmbereitschaft zu bleiben und gemeinsam mit den glorreichen Streitkräften den Putschversuch abzuwehren und den Frieden zu erhalten.“

          Weitere Themen

          Das Für und Wider der Union

          Streit über Corona-Bonds : Das Für und Wider der Union

          In der Union ist man sich uneinig darüber, wie mit den im Zuge der Corona-Krise verursachten Schulden innerhalb der Länder der Europäischen Union umzugehen ist. Corona-Bonds sind ebenso im Gespräch wie ein sogenannter „Dreiklang der Solidarität“.

          Keir Starmer neuer Labour-Chef Video-Seite öffnen

          Großbritannien : Keir Starmer neuer Labour-Chef

          Keir Starmer ist zum neuen Chef der britischen Labour-Partei gewählt worden. Der bisherige Brexit-Sprecher der Partei tritt die Nachfolge des glücklosen Jeremy Corbyn an. Seine Wahl ist ein Signal für eine Neuausrichtung von Labour.

          Topmeldungen

          Logo der Christdemokraten

          Streit über Corona-Bonds : Das Für und Wider der Union

          In der Union ist man sich uneinig darüber, wie mit den im Zuge der Corona-Krise verursachten Schulden innerhalb der Länder der Europäischen Union umzugehen ist. Corona-Bonds sind ebenso im Gespräch wie ein sogenannter „Dreiklang der Solidarität“.

          Corona-Krise : Der Fluch der Zweitwohnsitze

          Raus aus dem Corona-Wahnsinn: Rund um den Globus geraten Menschen in die Kritik, die in ihre Zweitwohnungen flüchten. Vielerorts fahndet jetzt sogar die Polizei nach den unerwünschten Besuchern.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.