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Nonnen zum Sex gedrängt : Hat der Papst den Missbrauch durch einen Jesuitenpater gedeckt?

Einst ein gern gesehener Gast: Papst Franziskus (links) empfing den slowenischen Jesuitenpater und Künstler Marko Ivan Rupnik 2016 im Vatikan. Bild: Vatican Media/Romano Siciliani/K

Keine Sühne für sexuellen Missbrauch: Ein slowenischer Priester mit guten Verbindungen zu Franziskus wird zur Höchststrafe verurteilt – und sofort begnadigt.

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          Die Serie der Missbrauchsskandale in der katholischen Kirche führt zu abgestumpfter Wahrnehmung. Aufgebrachtes Entsetzen ist resignierter Erschöpfung gewichen. Die Kirchenoberen verfolgen weiter die Taktik, bei neuen Enthüllungen so wenig wie möglich so spät wie möglich preiszugeben.

          Matthias Rüb
          Politischer Korrespondent für Italien, den Vatikan, Albanien und Malta mit Sitz in Rom.

          So ist auch das Vorgehen im Fall des slowenischen Paters Marko Ivan Rupnik, eines vom Vatikan seit Jahrzehnten gehätschelten Künstlers und Theologen. Nach dessen Entwürfen wurden Mosaike und Kirchenfenster in aller Welt gestaltet. Rupnik, Jahrgang 1954, trat mit 19 Jahren dem Jesuitenorden bei, studierte an der von Jesuiten geleiteten Universität Gregoriana in Rom Theologie und wurde 1985 zum Priester geweiht.

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