https://www.faz.net/-gpf-9b5tc

Über 50 Prozent : Zahl der Unterstützer der Todesstrafe in Amerika wächst wieder

  • Aktualisiert am

Todeszelle des Huntsville-Gefängnisses in Texas (Archivbild) Bild: dpa

Mehr als die Hälfte der Amerikaner spricht sich für die Todesstrafe aus, wie eine aktuelle Studie zeigt. Die Zahl der Befürworter steigt – bei einer Gruppe ist der Trend rückläufig.

          Die Todesstrafe erhält wieder mehr Unterstützung in den Vereinigten Staaten. Nach einer Anfang der Woche veröffentlichten Umfrage vom amerikanischen Pew Research Center sprechen sich nun 54 Prozent der Amerikaner bei Mord für die ultimative Strafe aus. Das seien fünf Prozentpunkte mehr als noch vor zwei Jahren. Damals lag demnach die Quote auf dem niedrigsten Niveau seit den frühen 1970er Jahren. 2007 war die Zahl der Befürworter höher als heute: Damals waren noch 64 Prozent dafür.

          Unter Demokraten bleiben die Befürworter der Todesstrafe seit 1990 rückläufig, bei Republikanern ist sie hoch, wie das Institut mitteilte. Die Haltung zum Tod durch den elektrischen Stuhl oder die Giftspritze variiere stark nach Geschlecht und Rasse. 61 Prozent der Männer halten demnach das Todesurteil für gerechtfertigt, während Frauen diese Ansicht nur zu 46 Prozent teilen.

          Weiße Bürger in den Vereinigten Staaten sind laut der Befragung zu 59 Prozent dafür, Latinos zu 47 Prozent und Schwarze nur zu 36 Prozent. Weiße Protestanten gehörten zu den eindeutigsten Unterstützern der Hinrichtung. Katholiken sind Pew zufolge geteilter Meinung: 53 Prozent Befürworter stehen 42 Prozent Gegnern gegenüber.

          84 Prozent der weltweiten Hinrichtungen finden in nur vier Staaten statt: Iran (507 Hinrichtungen), Saudi-Arabien (146), Irak (125) und Pakistan (60). Auch die Anzahl an verhängten Todesurteilen war 2017 mit 2591 um etwa 17 Prozent geringer als im Vorjahr. Allerdings sind hier die Zahlen aus China nicht eingerechnet, weil die Volksrepublik per Gesetz untersagt, Informationen über die Todesstrafe zu veröffentlichen. Auch in Afghanistan, Ägypten, Bangladesch, Indien, Japan, Jordanien, Malaysia, Singapur, Sudan und Südsudan wird die Todesstrafe vollstreckt.

          Weitere Themen

          „Nehmen Sie ihr Wahlrecht ernst!“ Video-Seite öffnen

          Deutsche Spitzenkandidaten : „Nehmen Sie ihr Wahlrecht ernst!“

          EVP-Spitzenkandidat Manfred Weber und Katarina Barley, SPD-Spitzenkandidatin für die Europawahl, hoffen auf eine hohe Wahlbeteiligung und fordern die stimmberechtigten Bürgerinnen und Bürger auf, zur Wahl zu gehen.

          Wer folgt auf May?

          Kandidatenfeld wächst auf acht : Wer folgt auf May?

          Acht amtierende oder ehemalige Minister aus dem Kabinett der scheidenden Premierministerin haben bislang bekundet, Theresa May beerben zu wollen. Favorit ist Boris Johnson. Es gibt allerdings auch schon prominente Absagen.

          Deutschland wählt Video-Seite öffnen

          Endspurt bei der Europawahl : Deutschland wählt

          Mit den Abstimmungen in Deutschland und 20 weiteren EU-Ländern hat am Sonntag der Endspurt der Europawahl begonnen. Rund 427 Wahlberechtigte aus 28 Ländern waren seit Donnerstag aufgerufen, die 751 Abgeordneten des Europaparlaments neu zu bestimmen.

          Topmeldungen

          Kandidatenfeld wächst auf acht : Wer folgt auf May?

          Acht amtierende oder ehemalige Minister aus dem Kabinett der scheidenden Premierministerin haben bislang bekundet, Theresa May beerben zu wollen. Favorit ist Boris Johnson. Es gibt allerdings auch schon prominente Absagen.

          FAZ Plus Artikel: Selbstverantwortung : Kümmer dich um mich!

          Deutschland diskutiert wieder über Sozialismus. Tatsächlich wollen Menschen nicht mehr so viel Verantwortung für ihr Leben haben. Sie lassen lieber andere für sich entscheiden. Wo ist der Wunsch nach Freiheit geblieben?

          Streit um Grenzmauer : Trump diffamiert Richter

          Präsident Donald Trump ärgert sich, weil ein Bundesrichter einen Teil der Mittel für Grenzanlagen blockiert hat. Der Richter sei ein „Aktivist“. Trump hat mittlerweile mit sieben Klagen gegen seine Mauer zu Mexiko zu kämpfen.

          Formel 1 im Liveticker : Das Ferrari-Drama nimmt kein Ende

          Beim legendären Rennen in Monaco liegen die Silberpfeile auch nach dem Start vorne. Ganz und gar nicht gut läuft es für Vettels Teamkollege Leclerc. Auch in der Box geht es turbulent zu. Verfolgen Sie das Rennen im Liveticker.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.