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Nach Truppenabzug : USA wollen Tausende weitere Afghanen aufnehmen

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Während des amerikanischen Militäreinsatzes in Afghanistan waren zahlreiche einheimische als Helfer für die USA tätig. Bild: Reuters

In Afghanistan rücken die Taliban immer weiter vor und bedrohen ehemalige Mitarbeiter von US-Institutionen. Der amerikanische Außenminister Antony Blinken weitet deshalb ein Hilfsprogramm mit Spezial-Visa aus.

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          Angesichts des Truppenabzugs aus Afghanistan will die amerikanische Regierung Tausende weitere Afghanen aufnehmen, die während des dortigen Militäreinsatzes für die Vereinigten Staaten oder Einrichtungen mit US-Bezug gearbeitet haben. Das US-Außenministerium teilte am Montag mit, dies solle etwa für Afghanen gelten, die für die Vereinigten Staaten tätig gewesen seien, aber nicht die Mindest-Beschäftigungsdauer erreicht hätten, um ein spezielles Einwanderungsvisum zu beantragen.

          Vorgesehen ist die Regelung auch für Afghanen, die für von der US-Regierung unterstützte Programme gearbeitet haben – und für Afghanen, die in dem Krisenland für Nichtregierungsorganisationen oder Medien aus den USA im Einsatz waren. Die Regelung werde es „vielen Tausend“ Afghanen sowie deren Partnern und Kindern ermöglichen, in die USA umzusiedeln, hieß es. „Sie waren für uns da. Wir werden für sie da sein“, sagte US-Außenminister Antony Blinken.

          Für Kritik sorgte dabei, dass Afghanen für dieses Programm zunächst aus eigener Kraft das Land verlassen und für zwölf Monate oder mehr in einem Drittstaat unterkommen müssen, während ein solcher Antrag auf Umsiedlung bearbeitet wird.

          2500 Personen für Spezial-Visa vorgesehen

          Afghanen, die für die Amerikaner gearbeitet haben, droht nach dem Abzug der US-Truppen die Rache der militant-islamistischen Taliban. Zahlreiche Afghanen, die zum Beispiel als Dolmetscher beim US-Militär angestellt waren, können spezielle Einwanderungsvisa für die USA beantragen, um dort ein neues Leben beginnen zu können. Am Freitag war ein erstes Flugzeug mit rund 200 afghanischen Helfern und ihren Familien an Bord in den Vereinigten Staaten gelandet. Am Montag sei ein zweites Flugzeug mit einer ähnlich großen Gruppe angekommen, sagte Blinken.

          Insgesamt sind laut US-Regierung aktuell etwa 2500 Personen für die Aufnahme in die USA mit solchen Spezial-Visa vorgesehen. Kritiker hatten jedoch gemahnt, ein solches Visum helfe nur einem kleinen Kreis an Personen. Weit mehr Afghanen hätten sich durch eine Zusammenarbeit mit US-Stellen in Gefahr gebracht und bräuchten Hilfe. Das Außenministerium weitete die Optionen daraufhin aus.

          Bis Ende August wollen die USA ihren Militäreinsatz in Afghanistan vollständig beenden. Danach sollen nur noch US-Soldaten zum Schutz der Botschaft in Afghanistan bleiben. Mit der Abzugsentscheidung der Amerikaner endet auch der Einsatz der Nato insgesamt. Wie es in dem Land nach dem Abzug der internationalen Truppen weitergeht, ist unklar. Zuletzt hat sich die Sicherheitslage deutlich verschlechtert.

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