https://www.faz.net/aktuell/politik/ausland/usa-wie-peter-thiel-in-trumps-nachfolger-investiert-17942802.html

Milliardär Peter Thiel : Er investiert in eine neue Generation von Trumpisten

  • -Aktualisiert am

Beeindruckt vom ehemaligen Präsidenten Trump: Peter Thiel auf einer Wahlveranstaltung des republikanischen Kandidaten 2016 Bild: AP

Peter Thiel setzt darauf, dass der politische Stil des ehemaligen Präsidenten eine Zukunft hat. Der Investor ist anders als Trump. Aber nicht weniger gefährlich.

          9 Min.

          Ende 2020 sah Peter Thiel die Zeit gekommen, sein Portfolio zu erweitern. Der Investor zockte nicht mehr nur mit innovativen Technologien, sondern setzte sein Geld auf etwas anderes: eine neue Generation von Trumpisten. Thiel folgt dabei den Regeln, die er selbst aufgestellt hat. Er identifiziert Wachstumsmärkte und disruptive Geschäftsmodelle. Nur die Größenordnung veränderte sich. Es geht nicht mehr allein darum, den Markt zu beherrschen, sondern um die Macht in der Republikanischen Partei. Thiel will, was Donald Trump versagt blieb: Er möchte den politischen Kurs Amerikas nachhaltig verändern.

          Majid Sattar
          Politischer Korrespondent für Nordamerika mit Sitz in Washington.

          „Unternehmen sind in gewisser Weise wie Staaten“, schreibt Thiel in seiner Start-up-Bibel „Zero to one“, von der noch die Rede sein wird. Fehlentscheidungen seien schwer zu korrigieren, womöglich erst nach einer Krise oder Pleite. Für jeden Gründer sei es am wichtigsten, welche Partner er sich aussuche. Thiel hat dafür ein Händchen. 1999, während des Dotcom-Booms, gründete er den Onlinebezahldienst Paypal – mit Leuten, die heute im Silicon Valley als „Paypal Mafia“ bekannt sind: unter ihnen Elon Musk, der später Space X und Tesla gründete; der Kopf hinter Linked-In gehörte ebenfalls dazu, die drei Youtube-Gründer auch.

          Testen Sie unser Angebot.
          Jetzt weiterlesen.
          Testen Sie unsere Angebote.
          F.A.Z. PLUS:

            FAZ.NET komplett

          Diese und viele weitere Artikel lesen Sie mit F+
          Nicht mehr ganz so glänzend: Neue Tesla-Autos in der staubigen Grünheider Landschaft

          Tesla-Fabrik in Grünheide : Nicht mehr ganz so Giga

          Die Produktion stockt, die Personalsuche auch: Bei Tesla läuft es nicht rund. Jetzt formiert sich auch noch Widerstand gegen die Erweiterung des Werks, denn der Wald, der dort jetzt steht, war nie als Gewerbefläche gedacht.
          Betrügerisch und böse: Leonardo DiCaprios Filmfigur in „The Wolf of Wall Street“ basiert auf dem echten Börsenmakler Jordan Belfort.

          Geschlechtergerechtigkeit : Männer kosten ein Vermögen

          Wie Männer sich verhalten, ist für die Gesellschaft irre teuer. Ein Männerberater beziffert die volkswirtschaftlichen Kosten typisch männlicher Verhaltensweisen auf über 63 Milliarden Euro im Jahr. Trotzdem sind Männer auch für etwas gut.