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Im Atomstreit : Amerika und Südkorea beginnen Militärmanöver

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Dieses Bild der südkoreanischen Streitkräfte zeigt Marinesoldaten bei einer Übung. Bild: MARINE COPRS/YO/REX/Shutterstock

Mitten im Streit über Nordkoreas Atomprogramm haben die Vereinigten Staaten und Südkorea ihr großes Militärmanöver gestartet. Friedensaktivisten protestieren.

          Mitten im aufgeheizten Streit über das Atomprogramm Nordkoreas haben die Vereinigten Staaten und Südkorea am Montag ihr zehntägiges Militärmanöver begonnen. Südkoreas Präsident Moon Jae-in sagte vor Kabinettsmitgliedern, dass die Übung ausschließlich defensiv sei und die Spannungen auf der koreanischen Halbinsel nicht verschärfen solle. An den kommunistischen Nachbarn gerichtet sagte Moon: „Nordkorea sollte weder unsere Anstrengungen überstrapazieren, den Frieden zu wahren, noch sollte es zu Provokationen greifen, die die Situation verschlimmern, und dafür das Manöver als Entschuldigung anführen.“ Nordkorea betrachtet die regelmäßigen Militärübungen der Vereinigten Staaten und Südkoreas als Bedrohung.

          An der Übung nehmen etwa 17.500 amerikanische Soldaten teil und damit etwa 7500 weniger als noch im vergangenen Jahr. Unter anderem soll das Manöver mit dem Namen „Ulchi Freedom Guardian“ dazu dienen, sich auf einen Angriff durch das atomar bewaffnete Nordkorea vorzubereiten.

          Vor dem Rathaus der südkoreanischen Hauptstadt Seoul protestierten derweil Friedensaktivisten mit einem Flashmob gegen das Manöver der beiden verbündeten Staaten. Am Montagmorgen entrollten sie ein Banner mit der Aufschrift „Peace not War“ (Frieden, kein Krieg) und bildeten mit Regenschirmen ein Friedenszeichen. Auch nahe der amerikanischen Botschaft in Seoul wurde am Montag gegen das Manöver demonstriert.

          Friedensaktivisten demonstrieren in Seoul.

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