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Amerikanischer Vorwahlkampf : Streit zwischen Trump und Biden verschärft sich

  • Aktualisiert am

Der amerikanische Präsident beantwortet Fragen von Reportern, bevor er in Richtung Texas und Ohio aufbricht. Bild: EPA

Donald Trump hat bestätigt, mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj über seinen möglichen Herausforderer Joe Biden und dessen Sohn gesprochen zu haben. Forderte er kompromittierende Informationen? Es geht um mögliche Korruption.

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          Donald Trump hat bestätigt, in einem Telefonat mit dem ukrainischen Staatschef Wolodymyr Selenskyj über seinen möglichen Herausforderer Joe Biden bei der Präsidentenwahl im kommenden Jahr und dessen Sohn Hunter gesprochen zu haben. Es sei um eine mögliche Verwicklung der beiden in Korruption in der Ukraine gegangen, sagte der amerikanische Präsident und äußerte die Hoffnung, dass das äußerst umstrittene Telefonat veröffentlicht werde.

          Trump soll laut Medienberichten am 25. Juli mit Selenskyj telefoniert und diesen aufgefordert haben, kompromittierende Informationen über Bidens Sohn Hunter zusammenzutragen. Laut „Wall Street Journal“ versuchte Trump in dem Telefonat „etwa acht Mal“, Selenskyj auf die Aktivitäten von Hunter Biden anzusetzen, der während Joe Bidens Amtszeit als amerikanischer Vizepräsident ab 2014 für eine ukrainische Gasfirma arbeitete. In dem Gasunternehmen soll es Fälle von Korruption gegeben haben, Hunter Biden wurden aber nie persönlich Vorwürfe gemacht.

          Schon vorher hatte Trump Biden vorgeworfen, zu lügen, wenn dieser sage, nie mit seinem Sohn über dessen umstrittene Geschäfte in der Ukraine gesprochen zu haben. „Er hat mit seinem Sohn gesprochen, er lügt wieder“, so Trump vor Journalisten. Amerikas Außenminister Mike Pompeo sprang ihm zur Seite und forderte eine Untersuchung über die Rolle von Biden in der ukrainischen Korruptionsaffäre. Der demokratische Vorsitzende des Geheimdienstausschusses im Repräsentantenhaus, Adam Schiff, brachte dagegen ein Amtsenthebungsverfahren ins Spiel, falls sich Vorwürfe gegen Trump erhärten sollten. Er kritisierte, dass die Regierung dem Kongress Informationen über die Aussagen des Whistleblowers zu dem Telefonat vorenthalten habe.

          „Unglaublicher Fall von Machtmissbrauch“

          Biden, der derzeitige Favorit bei den Demokraten für die Präsidentschaftskandidatur, warf der Regierung einen „unglaublichen Fall von Machtmissbrauch“ vor. Zudem erklärte der frühere Außenminister, er habe nie mit seinem Sohn über dessen Ukraine-Geschäfte gesprochen.

          Trump gab an, Selenskyj vor allem zu seiner Wahl als ukrainischer Staatschef gratuliert zu haben. Und es sei auch darum gegangen, „dass wir nicht wollen, dass unsere Leute, wie der ehemalige Vize-Präsident Biden und sein Sohn“ zu Korruption in der Ukraine beitragen, fügte Trump, der zuvor bereits die Medien dazu aufgefordert, Bidens Verhalten genau zu untersuchen, hinzu. Anfang 2016 habe Biden gesagt, dass die amerikanische Regierung eine Milliarde Dollar an Kreditgarantien einfrieren werde, bis Kiew den obersten Staatsanwalt entlassen habe, der damals zu dem Gaskonzern ermittelte. Biden weist diesen Vorwurf zurück.

          Joe Biden sieht sich schweren Vorwürfen Donald Trumps ausgesetzt.

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