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Nachfolger an Al-Qaida-Spitze : Bin-Ladin-Sohn soll tot sein

  • Aktualisiert am

Ein von der CIA am 01.11.2017 veröffentlichter Videograb zeigt Hamza bin Ladin, den Sohn des 2011 getöteten Al-Qaida-Chefs Usama bin Ladin, bei seiner Hochzeit. Bild: dpa

Hamza Bin Ladin soll in der Terrororganisation Al Qaida die Rolle an der Spitze nach dem Tod seines Vaters Usama übernommen haben. Nun soll er bei einer Operation unter amerikanischer Führung getötet worden sein, berichten Medien.

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          Ein Sohn von Al-Qaida-Gründer Usama bin Laden und mutmaßlicher Anführer des Terrornetzwerks ist Medienberichten zufolge getötet worden. Die „New York Times“ berichtete am Mittwoch unter Berufung auf zwei amerikanische Regierungsvertreter, Hamza bin Ladin sei bei einer Operation unter amerikanischer Beteiligung getötet worden. Zuvor hatte der Sender NBC News unter Berufung auf drei Regierungsvertreter berichtet, es lägen Geheimdienstinformationen über den Tod des etwa 30 Jahre alten Mannes vor.

          Genauere Angaben zum Ort und Zeitpunkt des Todes wurden nicht gemacht. Laut „New York Times“ wurde Hamza bin Ladin innerhalb der vergangenen beiden Jahre getötet.

          Präsident Donald Trump lehnte auf Nachfrage eine Stellungnahme ab. „Ich möchte das nicht kommentieren“, sagte er vor Journalisten im Weißen Haus.

          Die Vereinten Staaten hatten im Februar eine Million Dollar Belohnung auf Hinweise zum Aufenthaltsort des Bin-Ladin-Sohn ausgesetzt. Dieser habe sich „zu einem der Anführer“ des Terrornetzwerks Al Qaida entwickelt, erklärte das Außenministerium damals. Die Berichte von „New York Times“ und NBC News legen nahe, dass Hamza bin Ladin zu diesem Zeitpunkt womöglich bereits tot war.

          In den vergangenen Jahren hatte es immer wieder Gerüchte gegeben, wonach sich Hamza bin Ladin in Pakistan, Afghanistan, Syrien oder dem Iran versteckt halte. Er galt als möglicher Nachfolger von Al-Qaida-Führer Aiman al-Zawahiri.

          Al-Qaida-Gründer Usama bin Ladin war 2011 von amerikanischen Sondereinsatzkräften in seinem Versteck in Pakistan aufgespürt und getötet worden. Hamza bin Ladin ist das 15. von etwa 20 Kindern bin Ladins und Sohn von dessen dritter Frau.

          In den vergangenen Jahren tauchte Hamza bin Ladin verstärkt in der Al-Qaida-Propaganda auf. So verbreitete das Terrornetzwerk zum 16. Jahrestag der Anschläge vom 11. September 2001 eine Fotomontage, die die Gesichter von Usama und Hamza bin Ladin in den Flammen des New Yorker World Trade Centers zeigt.

          2015 rief Hamza bin Ladin die Dschihadisten in Syrien in einer Audiobotschaft zur Einheit auf, die zur „Befreiung Palästinas“ führen werde. Im gleichen Jahr drohte er mit Anschlägen in den Vereinigten Staaten, Europa und aller Welt, um die Tötung seines Vaters zu rächen. Auch rief er zum Sturz der Monarchie in Saudi-Arabien auf, dem Heimatland seiner Familie.

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