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F.A.Z. Exklusiv : USA für Lieferung deutscher Kampfpanzer an Ukraine

Bundeskanzler Olaf Scholz lässt sich im Oktober bei der Ausbildungs- und Lehrübung des Heeres in der Lüneburger Heide den Kampfpanzer Leopard 2 erklären. Bild: dpa

Berlin weigert sich beharrlich, deutsche Leopard-2-Panzer an die Ukraine zu liefern. Nach F.A.Z.-Informationen versuchte sogar US-Sicherheitsberater Jake Sullivan, auf die Bundesregierung einzuwirken.

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          Die Vereinigten Staaten haben der Bundesregierung bereits vor längerer Zeit signalisiert, dass sie die Lieferung deutscher Kampfpanzer vom Typ Leopard 2 an die Ukraine gutheißen würden. Zwei Quellen mit Zugang zu vertraulichen Informationen aus zwei Ländern sagten der F.A.Z., der Sicherheitsberater des amerikanischen Präsidenten, Jake Sullivan, habe das schon im Oktober dem außenpolitischen Berater des Bundeskanzlers, Jens Plötner, mitgeteilt.

          Konrad Schuller
          Politischer Korrespondent der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung in Berlin.

          Eine Quelle sagte, Sullivan habe Plötner am Telefon gesagt, Amerika würde es begrüßen, wenn Deutschland den Leopard 2 liefere, doch solle das auf deutsche Initiative geschehen. Amerika fordere Deutschland zu solchen Lieferungen nicht auf. Die zweite Quelle sagte, Sullivan habe Plötner im Oktober signalisiert, es sei „okay“, wenn Deutschland liefere.

          „In kontinuierlichem Kontakt“

          Die Bundesregierung hat die Informationen über die Signale Sullivans an Plötner nicht dementiert. Ein Sprecher sagte nur, man stehe mit den Verbündeten, insbesondere den USA, „in kontinuierlichem Kontakt hinsichtlich der gemeinsamen Anstrengungen zur Unterstützung der Ukraine.“ Die Einzelheiten seien aber „vertraulich“. Aus Regierungskreisen hieß es außerdem, jeder Staat entscheide selbst, was er liefere. Bundeskanzler Olaf Scholz habe immer wieder unterstrichen, dass Deutschland hier im Gleichklang mit seinen engsten Verbündeten handele. Es wurde hinzugefügt: „Bisher haben auch die USA keine Kampfpanzer westlicher Bauart an die Ukraine geliefert.“

          Fachleute sagen allerdings, dass es gute Argumente dafür gebe, der Ukraine zuerst deutsche Panzer zu liefern. Gustav Gressel vom European Council on Foreign Relations weist zum Beispiel darauf hin, dass der Leopard 2 der Standardpanzer des polnischen Heeres ist. Deshalb könnte die Ukraine Panzer dieses Typs gleich jenseits der ukrainischen Grenze in Polen warten lassen. Das sei bei amerikanischen Panzern noch nicht möglich. „Es gibt sachliche Gründe, zu sagen: zuerst der Leopard 2“, sagt Gressel.

          Allein aus den Beständen der Hersteller Rheinmetall und Krauss-Maffei Wegmann könne Deutschland kurzfristig 80 Stück bereitstellen. Weitere 30 Stück würden beim Gefechtsübungszentrum der Bundeswehr dafür benutzt, feindliche Panzer darzustellen. Die könnten durch Panzer russischer Bauart aus ukrainischen Beständen ersetzt werden.

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