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Pentagon bestätigt Waffentest : „Sehr nah an einem Sputnik-Moment“

Militärparade zum siebzigsten Geburtstag der Volksrepublik China im Oktober 2019 in Peking Bild: Picture-Alliance

Das amerikanische Verteidigungsministerium hat erstmals den Test eines neuen chinesischen Hyperschallwaffensystems bestätigt. Eine solche Waffe könnte das amerikanische Abwehrsystem umgehen. Peking spricht von einem Routine-Test.

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          Das Pentagon hat erstmals den Test eines neuen chinesischen Hyperschallwaffensystems bestätigt, das potentiell das amerikanische Abwehrsystem umgehen kann. Der Test im vergangenen August sei „sehr nah“ an einem „Sputnik-Moment“, sagte Mark Milley, der Vorsitzende der Vereinigten Stabschefs, am Mittwoch in Washington mit Bezug auf den sogenannten Sputnikschock im Jahr 1957, dem für die Vereinigten Staaten überraschenden ersten Flug eines sowjetischen Satelliten in der Erdumlaufbahn. Milley sagte weiter, es handle sich um ein „sehr bedeutsames technologisches Ereignis“, welches die Vereinigten Staaten mit „voller Aufmerksamkeit“ verfolgten.

          Majid Sattar
          Politischer Korrespondent für Nordamerika mit Sitz in Washington.
          Friederike Böge
          Politische Korrespondentin für China, Nordkorea und die Mongolei.

          Die „Financial Times“ hatte zuerst über den Test eines atomwaffenfähigen Gleitfahrzeugs berichtet, das China mit einer Trägerrakete ins All befördert habe. Der Gleiter habe die Erde in einer niedrigen Umlaufbahn mit fünffacher Schallgeschwindigkeit umrundet, ihr Ziel aber um 30 Kilometer verfehlt, schrieb die Zeitung. Peking dementierte den Bericht. Es habe sich um einen Routine-Test für „wiederverwendbare Raumfahrttechnik“ gehandelt, sagte ein Sprecher des Außenministeriums in Peking am Montag vergangener Woche. Mit Blick auf Milleys Äußerungen forderte ein anderer Ministeriumssprecher am Donnerstag die Vereinigten Staaten auf, aufzuhören, ständig über China zu reden und das Land wie einen potentiellen Feind zu behandeln.

          Unterdessen hat die taiwanische Präsidentin Tsai Ing-wen erstmals die Präsenz einer geringen Zahl amerikanischer Soldaten in Taiwan bestätigt. In einem Interview mit dem amerikanischen Sender CNN antwortete sie auf die Frage, um wie viele Soldaten es sich handle, „nicht so viele wie die Leute glauben“. Nach Angaben des Senders geht aus Dokumenten des amerikanischen Verteidigungsministeriums hervor, dass in diesem Jahr 32 amerikanische Soldaten in Taiwan stationiert gewesen seien. Tsai bestätigte damit einen Bericht des Wall Street Journal von vor drei Wochen.

          Die chinesische Parteizeitung Global Times schrieb am Donnerstag, Tsai sei die erste taiwanische Präsidentin, welche die Anwesenheit amerikanischer Truppen bestätige. Damit habe sie eine rote Linie überschritten und müsse mit Konsequenzen rechnen, so die Zeitung. Ein Sprecher des Verteidigungsministeriums in Peking drohte, China werde „zurückschlagen“, wenn die Vereinigten Staaten weiterhin in Form einer „Salamitaktik“ die militärische Zusammenarbeit mit Taiwan ausbauten.Derweil hat der chinesische Staats- und Parteichef Xi Jinping die Rüstungsindustrie des Landes am Dienstag zu „Durchbrüchen“ bei der Entwicklung neuer Waffensysteme aufgefordert.

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