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Vereinigte Staaten : Biden will mit Mexiko auf Augenhöhe verhandeln

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Neben Joe Biden nahmen in Washington auch der Nationale Sicherheitsberater Jake Sullivan und Außenminister Anthony Blinken an dem Gespräch teil. Bild: Andrew Harnik/AP

„Gleichberechtigt“ seien beide Länder, betonte Joe Biden in seinem ersten Gespräch mit Mexikos Präsident Andrés Manuel López Obrador. Abwertende Ausfälle wie von seinem Vorgänger sind von ihm nicht mehr zu erwarten.

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          Neue Töne im Verhältnis zwischen den Vereinigten Staaten und Mexiko: In einem Online-Gipfel hat der amerikanische Präsident Joe Biden seinem mexikanischen Amtskollegen Andrés Manuel López Obrador versichert, das Nachbarland als Partner auf Augenhöhe zu betrachten. „Die Vereinigten Staaten und Mexiko sind stärker, wenn wir zusammenstehen“, sagte Biden zu Beginn der Videoschalte am Montag. Die Länder seien zuletzt „keine perfekten Nachbarn“ gewesen.

          Biden verwies auf seine mehrfachen Besuche in Mexiko während seiner Zeit als Vize-Präsident unter Barack Obama. Damals hätten die Vereinigten Staaten auf Mexiko als „gleichberechtigtes“ Land geblickt. „Sie sind gleichberechtigt“, betonte Biden. Die mexikanische Politik und ihre Erfolge hätten Auswirkungen für die gesamte Hemisphäre, fügte er hinzu.

          López Obrador sagte, er sei dankbar, dass Biden deutlich gemacht habe, dass die Beziehungen beider Länder auf wechselseitigem Respekt gründeten. Beide Staaten hätten enge kulturelle, historische und handelspolitische Verbindungen. „Wir müssen weiter für eine auf Unabhängigkeit und Autonomie basierende Entwicklung zusammenarbeiten“, sagte der mexikanische Staatschef.

          Corona und Handel

          Im Zentrum des virtuellen Treffens standen die Migrationspolitik, die Bekämpfung der Corona-Pandemie sowie Handelsfragen. Biden und López Obrador vereinbarten eine Kooperation in der Entwicklungszusammenarbeit im Süden Mexikos und in Mittelamerika. Auch wollten beide Seiten in der Pandemie-Bekämpfung sowie im Kampf gegen den Klimawandel enger zusammenarbeiten, hieß es in einer gemeinsamen Erklärung.

          Unter Bidens Vorgänger Donald Trump war das Verhältnis der Vereinigten Staaten zu Mexiko vom Streit über die Migration und die Handelspolitik geprägt gewesen. Mexikanische Einwanderer bezeichnete Trump regelmäßig als Drogenhändler oder „Vergewaltiger“. Biden hat die strikte Einwanderungspolitik Trumps bereits deutlich gelockert.

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