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Trump ernennt Fastfood-Manager : Mindestlohngegner Puzder wird Arbeitsminister

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CKE-Chef Andy Puzder wird Donald Trumps neuer Arbeitsminister. Bild: AP

Der Chef einer Burgerkette hat es als Arbeitsminister in Donald Trumps Kabinett geschafft. Für seine Ernennung hat er schon im Wahlkampf die richtigen Weichen gestellt – mit viel Geld.

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          Andrew F. Puzder, der 66 Jahre alte Chef der Burgerkette CKE Restaurants, soll nach übereinstimmenden Medienberichten Arbeitsminister im Kabinett Donald Trumps werden. Das „Wall Street Journal“ berichtete, Puzder habe sich in seinem Unternehmen besonders als Gegner jeglicher Regulierungen seitens der Regierung hervorgetan. Auch die „New York Times“ berichtete über die bevorstehende Berufung Puzders und schrieb, er habe mit Arbeitnehmerrechten nicht viel am Hut.

          Der mächtige Manager Andrew „Andy“ Puzder hatte Trump schon im Wahlkampf unterstützt. Er wandte sich gegen die Gesundheitsversicherung Affordable Care Act (“Obamacare“). Der voraussichtlich nächste Arbeitsminister ist vehement gegen einen staatlichen Mindestlohn, der höher als neun Dollar pro Stunde liegt, weil dies der Profitabilität schade.

          Andy Puzder ist aber kein Neuer im Politikgeschäft. Schon 2012 hat er für den damaligen Kandidaten der Republikaner Mitt Romney gearbeitet. Im Wahlkampf unterstützte er auch finanziell die Republikaner. In der Wahl im November hat er und seine Frau Deanna etwa 75.000 Dollar an die Kampagne von Donald Trump gespendet

          CKE Restaurants ist das Dachunternehmen für die Burgerketten Carls Jr. und Hardee’s. Alles in allem zählt CKE rund 75.000 Beschäftigte in den Vereinigten Staaten und etwa 100.000 in 40 Ländern und amerikanischen Territorien weltweit. Der Umsatz liegt laut „Wall Street Journal“ bei etwa 4,3 Milliarden Dollar.

          Trump bekommt für die Auswahl seines Kabinetts laut einer Umfrage in der amerikanischen Gesellschaft weniger Zustimmung als frühere Präsidenten. In einer Erhebung des Pew Research Instituts gaben 51 Prozent an, sie missbilligten die bisher Nominierten. Dagegen erklärten 40 Prozent, sie seien mit der Liste des designierten Präsidenten einverstanden.

          Trump demokratischer Vorgänger Barack Obama kam 2008 auf 71 Prozent Zustimmung. Bei dem Republikaner George W. Bush waren es 2001 50 Prozent. Die Umfrage lief vom 30. November bis zum 5. Dezember. Puzder und auch John Kelly (Heimatschutzminister) wurden erst nach der Umfrage benannt.

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