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Untersuchungsbericht : Demonstration in Washington wurde nicht wegen Trump-Foto aufgelöst

  • Aktualisiert am

Donald Trump vor der St. John's Church am Weißen Haus Bild: AFP

Donald Trump habe im Juni 2020 eine Demonstration gegen Rassismus auflösen lassen, um ein Foto inszenieren zu können – so lautete der Vorwurf. Das amerikanische Innenministerium hat den ehemaligen Präsidenten nun entlastet.

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          Erst lösten Sicherheitskräfte vor einem Jahr eine Anti-Rassismus-Demonstration vor dem Weißen Haus gewaltsam auf, dann posierte der damalige US-Präsident Donald Trump mit einer Bibel für Kameras. Eine interne Untersuchung des US-Innenministeriums hat nun ergeben, dass die umstrittene Räumung des Platzes nicht mit Trumps Foto-Aktion zusammenhing.

          Stattdessen sei der Platz geräumt worden, um einen Sicherheitszaun zu errichten, nachdem es in den Vortagen zu Sachbeschädigungen und Verletzungen von Beamten gekommen sei, heißt es in einem am Mittwoch veröffentlichten Bericht. Die für die Auflösung der Demonstration zuständige Polizeieinheit habe zum Zeitpunkt der Einsatzplanung auch nichts von Trumps Vorhaben gewusst.

          Wenige Tage nach dem Tod des Afroamerikaners George Floyd bei einer Festnahme in Minneapolis im US-Bundesstaat Minnesota hatten Sicherheitskräfte am 1. Juni 2020 die Demonstration aufgelöst. Kurze Zeit später war Trump mit einem Gefolge für einen Foto-Termin zu einer nahe gelegenen Kirche gegangen und hatte dort mit einer Bibel in der Hand für die Kameras posiert. Sowohl Trumps Machtdemonstration als auch das Vorgehen der Sicherheitskräfte hatten für scharfe Kritik gesorgt. Trump begrüßte in einer Mitteilung am Mittwoch den Bericht des Innenministeriums, der ihn voll und ganz entlaste.

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