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„Black Lives Matter“-Proteste : Die Schlacht um Portland

Bundespolizisten gehen am Samstag in Portland gehen in Portland gegen „Black Lives Matter“-Demonstranten vor. Bild: AFP

In der Stadt im Bundesstaat Oregon ebben die Proteste nicht ab. Seit der Präsident eine Spezialeinheit des Heimatschutzministeriums entsandt hat, eskaliert die Lage. Es geht nicht mehr allein um Rassismus, es geht um Trump.

  • -Aktualisiert am
          9 Min.

          Kurz vor Mitternacht fallen die ersten Schüsse. Die Sicherheitskräfte, die sich den ganzen Abend über in einem Justizgebäude und einem benachbarten Komplex verschanzt haben, sind mit einem Mal auf der Straße. Sie tragen militärische Tarnuniformen, Helme, Schlagstöcke und Gasmasken. Sie stehen hinter einem Sicherheitszaun, der vor einigen Tagen vor dem Komplex errichtet wurde. Einige Demonstranten schlagen von der anderen Seite mit Brettern gegen die Absperrungen und werfen Flaschen über den Zaun. Dann reagieren die Sicherheitskräfte mit Tränengassalven und Pfefferspray, Blendgranaten und Gummigeschosse werden eingesetzt.

          Majid Sattar

          Politischer Korrespondent für Nordamerika mit Sitz in Washington.

          Vor dem Justizgebäude tobt die Schlacht um Portland. Auch am Freitagabend haben sich wieder an die 2000 Demonstranten versammelt. Ganz vorne am Zaun steht der harte Kern: schwarze Kleidung, Motorradhelm und Holzschild in der Hand. Weiter hinten im Park und in den Seitenstraßen sind aber auch Mütter mit Heranwachsenden zu sehen, die ebenfalls gegen die Anwesenheit der Bundespolizisten demonstrieren, der „Feds“, wie sie sagen. Man tritt an gegen eine Einheit, die aussieht, als sei sie gerade von der Operation „Desert Storm“ aus dem Irak heimgekehrt.

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