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Syrien-Krise : Kreml: Amerika lehnt Mitarbeit in Info-Zentrum gegen IS ab

  • Aktualisiert am

Bild: Reuters

Am Montagabend hatten sich Wladimir Putin und Barack Obama auf Gespräche zwischen ihren Streitkräften geeinigt. In einem Informationszentrum zur Bekämpfung der Terrormiliz IS will Washington aber wohl doch nicht mitarbeiten.

          Die Vereinigten Staaten haben nach Darstellung Russlands eine Beteiligung an dem neuen Zentrum für den Kampf gegen den „Islamischen Staat“ (IS) abgelehnt. Amerikanische Militärspezialisten seien zur Arbeit in dem Analysezentrum in der irakischen Hauptstadt Bagdad eingeladen worden, sagte Kremlsprecher Dmitri Peskow am Dienstag.

          In der Einrichtung arbeiten ranghohe Militärs aus Russland, Syrien, dem Irak und dem Iran zusammen und werten Informationen aus, wie am Wochenende bekannt geworden war. Es gehe darum, Aktionen gegen den IS zu koordinieren, sagte Peskow der Agentur Interfax. Russland will sich trotz amerikanischer Kritik stärker am Kampf gegen den IS beteiligen.

          Die Vereinigten Staaten wurden nach amerikanischen Medienberichten von der neuen Sicherheitszusammenarbeit zwischen dem Irak und Iran sowie Russland und Syrien überrascht. Die Regierung in Washington hat unter anderem Bedenken, dass das Assad-Regime Geheimdienstinformationen auch zum Kampf gegen moderate Rebellengruppen verwenden könnte.

          Wladimir Putin und Barack Obama hatten bei ihrem ersten Vier-Augen-Gespräch seit rund zwei Jahren am Montag am Rande der UN-Vollversammlung kaum Annäherung in der Syrien-Frage erzielt. Die beiden Staatschefs stimmten bei ihrem eineinhalbstündigen Gespräch zwar darin überein, dass dringend eine politische Lösung zur Beendigung des Bürgerkriegs gefunden werden müsse. Strittig blieb aber die künftige Rolle von Machthaber Baschar al-Assad.

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