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Südkorea : Amerika beginnt mit Stationierung von Raketenabwehr

  • Aktualisiert am

Berichterstattung über Nordkoreas Raketentest in Südkorea Bild: AP

In Südkorea sind zwei amerikanische Abschussrampen angekommen. Sie sind Teil eines Systems, das vor Angriffen aus Nordkorea schützen soll. Das Regime in Pjöngjang nimmt eigenen Angaben zufolge Amerikas Stützpunkte ins Visier.

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          Die amerikanische Armee hat nach dem jüngsten nordkoreanischen Raketentest mit der Stationierung eines Raketenabwehrsystems in Südkorea begonnen. Der nordkoreanische Raketentest sei ein Beweis dafür, dass es nötig sei, Thaad-Systeme nach Südkorea zu bringen, sagte Harry Harris, Kommandeur der amerikanischen Truppen im Pazifik am Dienstag. Einem Bericht der Agentur Yonhap zufolge seien zwei Abschussrampen in dem Land angekommen.

          Nordkorea hatte am Montag vier ballistische Raketen abgefeuert. Einige von ihnen stürzten 300 Kilometer vor der japanischen Küste ins Meer. Die Tests seien von einer Armee-Einheit ausgeführt worden, deren potentielles Ziel amerikanische Stützpunkte in Japan seien, berichtete die amtliche Nachrichtenagentur KCNA. Der nordkoreanische Machthaber Kim Jong Un habe den Test beaufsichtigt. In Japan sind derzeit 54.000 amerikanische Soldaten stationiert. Die Vereinigten Staaten und Südkorea haben am Mittwoch mit ihrem jährlichen gemeinsamen Manöver begonnen. Nordkorea sieht in diesen Übungen eine Vorbereitung auf einen Krieg auf der koreanischen Halbinsel und hat mit „starken Vergeltungsmaßnahmen“ gedroht.

          Der amerikanische Präsident Donald Trump sicherte Japan die hundertprozentige Unterstützung zu, wie Japans Regierungschef Shinzo Abe sagte. Er hat einen harten Kurs gegenüber der Regierung in Nordkorea angekündigt. Die Amerikaner und Japan forderten eine Sitzung des UN-Sicherheitsrates, die Diplomaten zufolge für Mittwoch zu erwarten ist. Zuletzt hatte Nordkorea im vergangenen Monat eine Rakete getestet. Bereits im vergangenen Jahr hatte Nordkorea mehr als zwanzig Raketentests und zwei Atomtests absolviert und damit gegen Resolutionen der Vereinten Nationen (UN) verstoßen.

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