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Gegen Chinas Ambitionen : Amerika, Australien und Japan vertiefen militärische Zusammenarbeit

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Der amerikanische Verteidigungsminister Lloyd Austin im September in Ramstein Bild: Reuters

Auf Hawaii geben die drei Verteidigungsminister ihrer Sorge über Chinas Gebaren im Pazifik Ausdruck. Peking verhalte sich in der Region aggressiv und schikanös.

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          Die Verteidigungsminister der Vereinigten Staaten, Australiens und Japans wollen ihre militärische Zusammenarbeit angesichts der wachsenden Ambitionen Chinas vertiefen. „Wir sind zutiefst besorgt über Chinas zunehmend aggressives und schikanöses Verhalten in der Taiwanstraße und anderswo in der Region“, sagte der amerikanische Verteidigungsminister Lloyd Austin am Samstag bei einem Treffen mit den Verteidigungsministern aus Australien und Japan im amerikanischen Militärhauptquartier für den Pazifikraum auf Hawaii.

          China versuche, die Welt um sich herum „in einer Weise zu gestalten, wie wir es noch nie gesehen haben“, sagte der australische Verteidigungsminister Richard Marles.

          Erst am Donnerstag hatte Washington ein Hilfspaket in Höhe von 810 Millionen Dollar für die pazifischen Inselstaaten angekündigt. Damit wollen die Vereinigten Staaten ihre diplomatische Präsenz in der Region verstärken. Am gleichen Tag besuchte Vizepräsidentin Kamala Harris Japan und Südkorea, wo sie erklärte, die Vereinigten Staaten würden in ganz Asien – einschließlich der Taiwanstraße – ohne Furcht und Zögern handeln.

          Wenige Tage zuvor hatte der amerikanische Außenminister Antony Blinken bei einem Treffen mit seinem chinesischen Gegenüber Wang Yi am Rande der Generaldebatte der UN-Vollversammlung „Frieden und Stabilität“ in der Taiwanstraße gefordert.

          Seit der Spaltung zwischen China und Taiwan im Jahr 1949 betrachtet Peking Taiwan als abtrünniges Gebiet und erhebt Anspruch auf die Meerenge zwischen Festland-China und der Insel. Die Spannungen zwischen Peking und Taipeh und auch zwischen Peking und Washington waren nach einem Taiwan-Besuch der Spitzenpolitikerin Nancy Pelosi im August gewachsen. Chinas Armee hatte daraufhin seine bisher größten Militärmanöver in den Gewässern rund um die Insel abgehalten und dabei auch Raketen abgeschossen. Auch Taiwan hielt Übungen ab und präsentierte neue Kampfflugzeuge.

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