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Bidens Außenpolitik : Amerikanischer Nationalismus

Abzug in der Dunkelheit der Nacht. US-Soldaten auf dem Flughafen von Kabul am 30. August 2021 Bild: Reuters

„America first“ ist auch die Maxime des Präsidenten Joe Biden. Das zeigt sich am Rückzug aus Afghanistan – und am U-Boot-Deal mit Australien.

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          Das Ende der militärischen Präsenz der Vereinigten Staaten und verbündeter Staaten in Afghanistan ist weithin als Scheitern des Westens und als schmachvolle Niederlage gewertet worden, welche die Taliban den ausländischen Truppen zugefügt hätten. Bei den Anhörungen vor Ausschüssen des Kongresses in der vergangenen Woche haben ranghohe amerikanische Militärs freilich eine andere Lesart angeboten, die nicht weniger zu denken gibt: Danach war das Fiasko des Abzugs im Grund selbst verschuldet und das Ergebnis einer Politik, die den Taliban den Weg zur Rückkehr an die Macht in Kabul geebnet habe.

          Klaus-Dieter Frankenberger
          Redakteur in der Politik.

          Schuld habe der frühere Präsident Trump, dessen Abkommen mit den Radikalislamisten der Regierung Afghanistans das Rückgrat gebrochen und die Moral der Armee untergraben habe. Schuld habe aber auch Präsident Biden, weil er die amerikanischen Soldaten überhastet, sprichwörtlich in der Dunkelheit der Nacht, abgezogen habe. Beiden seien die Konsequenzen egal gewesen.

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