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Amerikanischer Truppenabzug : Blinken verteidigt Afghanistan-Pläne gegen Kritik

  • Aktualisiert am

Treffen mit Stoltenberg: Der amerikanische Außenminister Antony Blinken im Brüsseler Nato-Hauptquartier am 14. April Bild: EPA

Der amerikanische Außenminister Blinken verteidigt beim Nato-Treffen die Entscheidung über den Abzug aus Afghanistan. Verteidigungsministerin Kramp-Karrenbauer macht klar, dass dies auch den Abzug der Bundeswehr bedeutet.

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          Der amerikanische Außenminister Antony Blinken hat die Entscheidung von Präsident Joe Biden verteidigt, die amerikanischen Soldaten bis zum 11. September aus Afghanistan abzuziehen. Man habe gemeinsam mit den Verbündeten die Ziele erreicht, die man sich gesteckt habe, sagte er am Mittwoch am Rande eines Gespräches mit Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg in der Bündniszentrale in Brüssel. Nun sei es an der Zeit, die Truppen nach Hause zu bringen. 

          Von afghanischer Seite war zuvor teils große Enttäuschung über die Entscheidung der Regierung in Washington geäußert worden. Es sei das „Verantwortungsloseste und Egoistischste“, was Amerika seinen afghanischen Partnern habe antun können, sagte ein Mitglied des Verhandlungsteams bei den Friedensgesprächen in Doha, der namentlich nicht genannt werden wollte, der Deutschen Presse-Agentur. 

          Noch tausend deutsche Soldaten

          Am Dienstag war bekanntgeworden, dass die Vereinigten Staaten als größter Truppensteller in Afghanistan ihre Soldaten ohne weitere Bedingungen zum 11. September abziehen wollen. Als Hauptziel des Nato-Einsatzes in Afghanistan galt, dass das Land nie wieder ein Rückzugsort für Terroristen wird, die Nato-Länder angreifen können. 

          Zuletzt waren noch etwa 10.000 Soldaten aus Nato-Ländern und Partnernationen in Afghanistan, um die demokratisch gewählte Regierung durch die Ausbildung und Beratung von Sicherheitskräften zu unterstützen. Unter ihnen sind rund 1000 deutsche Soldaten. 

          Die deutsche Verteidigungsministerin, Annegret Kramp-Karrenbauer, geht davon aus, dass die Nato-Staaten am Mittwoch den gemeinsamen Abzug aus Afghanistan zum 11. September beschließen werden. „Wir haben immer gesagt, wir gehen gemeinsam rein, wir gehen gemeinsam raus“, sagte sie am Mittwoch in der ARD. „Ich stehe für einen geordneten Abzug. Und deswegen gehe ich davon aus, dass wir das heute so beschließen werden.“ 

          Kramp-Karrenbauer machte klar, dass der Abzug der amerikanischen Soldaten auch den Abzug der Bundeswehr aus Afghanistan bedeuten wird. „Das würde bedeuten, dass wir unsere Planungen auch in der Nato mit den Planungen der USA synchronisieren.“ Washington will am 1. Mai mit dem Abzug beginnen und ihn bis zum 11. September abgeschlossen haben. 

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