https://www.faz.net/-gpf-9e65n

Investitionsprogramm : Amerikas Militär gibt Milliarden für Künstliche Intelligenz aus

  • Aktualisiert am

Die Zukunft des Kriegs? Die Drohne „MQ-9 Reaper“ der amerikanischen Luftwaffe wird von einem Piloten und einem Aufklärungsoffizier von einem Militärstützpunkt aus gesteuert. Bild: AFP

Aufrüsten für den Krieg der Zukunft: Das amerikanische Militär will verstärkt auf Künstliche Intelligenz setzen. Die neue Generation soll „menschenähnlich“ kommunizieren können.

          Die Wissenschaftsbehörde des amerikanischen Verteidigungsministeriums hat Investitionen in Höhe von zwei Milliarden Dollar (1,73 Milliarden Euro) für die Entwicklung einer neuen Generation Künstlicher Intelligenz angekündigt. Ziel seien Maschinen mit „menschenähnlichen Kommunikations- und Denkfähigkeiten“, sagte der Leiter der Defense Advanced Research Projects Agency (Darpa), Steven Walker, am Freitag vor Medienvertretern. Demnach soll das Geld in den kommenden fünf Jahren in 20 bestehende Projekte fließen, aber auch zum Start neuer Projekte dienen.

          Mithilfe der Investitionen sollen Computer von „spezialisierten Werkzeugen zu Partnern bei Problemlösungen“ verwandelt werden, sagte Walker. Er bezeichnete diese neue Generation von Maschinen als „AI Next“ (Nächste Künstliche Intelligenz). Sie sollen neue Situationen und Umgebungen erkennen und sich daran anpassen, erklärte Walker.

          Darpas Forschung wird vollständig vom Pentagon finanziert und konzentriert sich auf Technologien, die bei Kampfhandlungen eingesetzt werden können – wie etwa Drohnen. Ein weiteres Einsatzfeld für die neu entwickelte Künstliche Intelligenz könnte das Blackjack-Projekt sein, welches die Entwicklung von Satelliten vorsieht, die untereinander kommunizieren und Militäraktionen überwachen können.

          Weitere Themen

          May geht – wer kommt jetzt? Video-Seite öffnen

          Wegen Brexit-Chaos : May geht – wer kommt jetzt?

          Theresa May hat ihren Rückzug angekündigt, wer neu in der 10 Downing Street regieren wird, entscheidet sich in den nächsten Wochen. Das Feld der Anwärter ist groß, als aussichtsreichster Bewerber gilt Ex-Außenminister Boris Johnson.

          Verliert die SPD ihre Hochburg? Video-Seite öffnen

          Wahlen in Bremen : Verliert die SPD ihre Hochburg?

          Bei der Bürgerschaftswahl in Bremen am Sonntag droht der seit 73 Jahren regierenden SPD eine Schlappe historischen Ausmaßes: Sogar der Verlust der Macht in ihrer einstmals unangefochtenen Hochburg scheint möglich.

          Topmeldungen

          Die Konzernzentralen von Deutscher und Commerzbank in Frankfurt am Main

          Deutsche und Commerzbank : Schlechte Aussichten

          Die Hauptversammlungen von Deutscher und Commerzbank haben einmal mehr gezeigt: Wer glaubt, die Unabhängigkeit der Geldhäuser sei ungefährdet, könnte eines Morgens aufwachen und sich verwundert die Augen reiben.

          Nach Mays Ankündigung : Brexit-Opfer

          Das Brexit-Thema wurde May wie zuvor schon Cameron zum politischen Verhängnis – und es ist eine Last, die auch die kommende Regierung nicht einfach abschütteln kann. Die EU allerdings auch nicht.
          Erst der Anfang: Dem „Spiegel“ stehen grundlegende Neuerungen bevor.

          Bericht zu „Spiegel“-Skandal : „Ein verheerendes Bild“

          Fünf Monate nach dem Bekanntwerden seines Fälschungsskandals hat der „Spiegel“ den Abschlussbericht seiner internen Untersuchung vorgelegt. Er offenbart eine Verkettung missachteter Warnungen.
          Kam 1996 auf den Markt: das Schmerzmittel Oxycontin

          Amerikanische Opioid-Tragödie : McKinsey berät Purdue nicht länger

          Die amerikanische Opioidkrise hat schon Tausende Amerikaner das Leben gekostet. Im Zentrum der Tragödie steht das Pharmaunternehmen Purdue. McKinsey hat nun die Zusammenarbeit mit dem Unternehmen eingestellt.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.