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Sturm auf das Kapitol : Justizministerium will Mike Pence befragen

  • Aktualisiert am

Mike Pence im November in Kalifornien Bild: dpa

Der frühere amerikanische Vizepräsident Mike Pence war während des Sturms auf das Kapitol vor Ort. Einem Ausschuss des Kongresses wollte er darüber keine Auskunft erteilen, möglicherweise nun aber dem Justizministerium.

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          Das amerikanische Justizministerium will laut Medienberichten im Zuge der Untersuchung zur Erstürmung des Kapitols den ehemaligen Vizepräsidenten Mike Pence befragen. Pence erwäge, als Zeuge auszusagen, berichteten die „New York Times“ und andere Medien am Mittwoch.

          Der frühere Präsident Donald Trump hatte nach seiner Niederlage bei der Präsidentenwahl vom November 2020 Pence aufgefordert, die formelle Bestätigung des Wahlsiegs des Demokraten Joe Biden im Kongress zu blockieren. Pence, der Trump bis dahin treu ergeben war, hatte sich jedoch geweigert.

          Am 6. Januar 2021, als Bidens Wahlsieg vom Kongress zertifiziert werden sollte, hatten radikale Trump-Anhänger das Kapitol gestürmt. Der Sturm auf den Sitz des Kongresses mit fünf Toten sorgte weltweit für Entsetzen.

          Pence erwägt wohl Präsidentschaftskandidatur

          Pence hatte Trumps Handeln am 6. Januar 2021 als „rücksichtslos“ bezeichnet. Er weigerte sich jedoch, sich den Fragen eines parlamentarischen Untersuchungsausschusses zu dem Vorfall zu stellen.

          Justizminister Merrick Garland hatte vergangene Woche einen unabhängigen Sonderermittler mit den laufenden Justizuntersuchungen gegen Trump beauftragt. Er soll in Teilen die Ermittlungen zur Kapitol-Erstürmung leiten und darüber entscheiden, ob offizielle Beschuldigungen gegen Trump erhoben werden.

          Beobachter gehen davon aus, dass Pence eine Präsidentschaftskandidatur für die Republikaner im Jahr 2024 erwägt. Offiziell dazu geäußert hat er sich bisher aber nicht. Trump hatte vergangene Woche verkündet, bei den Präsidentschaftswahlen 2024 abermals anzutreten.

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