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Amerikanischer Außenminister : Pompeo kritisiert Verhaftungswelle in Hongkong

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Die Freiheit bröckelt: Amerikas Außenminister Mike Pompeo kritisiert das Vorgehen der Behörden in Hongkong. Bild: AFP

Nach der Verhaftung von Hongkongs Medienmogul Jimmy Lai wird seine Tageszeitung „Apple Daily“ in Rekordauflage gedruckt. Die amerikanische Regierung bezeichnet das Vorgehen der Behörden als „beunruhigend“.

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          Amerikas Außenminister Mike Pompeo hat die jüngsten Verhaftungen in Hongkong als beunruhigend bezeichnet. Sie seien ein weiterer Beleg dafür, dass die Freiheit in der früheren britischen Kronkolonie bröckele, schrieb Pompeo auf Twitter.

          Wenige Wochen nach Einführung des neuen Sicherheitsgesetzes hatte die Polizei am Montag den bekannten Medien-Mogul Jimmy Lai festgenommen, der als scharfer Kritiker Chinas gilt. Dem 71-Jährigen wird ebenso wie weiteren Inhaftierten eine Gefährdung der nationalen Sicherheit durch eine Zusammenarbeit mit ausländischen Mächten vorgeworfen. Die Redaktionsräume der von Lai herausgegebenen und für mehr Demokratie kämpfenden Zeitung „Apple Daily“ wurden von rund 200 Polizisten durchsucht. Insgesamt nahmen die Behörden am Montag mit Verweis auf das Gesetz mindestens neun Personen fest.

          Die Zeitung erschien am Dienstag mit einer Auflage von mehr als 500.000 Exemplaren - statt der sonst üblichen 100.000 Stück. Der Aufmacher über einem Foto von Lai in Handschellen trägt die Überschrift: „Apple Daily muss weiterkämpfen.“

          Die Aktien des Lai-Unternehmens Next Digital setzten unterdessen ihren Höhenflug fort, nachdem Investoren in zahlreichen Internetforen aufgerufen wurden, Solidarität zu üben. Am Dienstag legten die Titel um mehr als 170 Prozent zu.

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