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Unruhen in Peru : Mit der Wut der Jugend: Alle müssen weg!

Mahnmal der Proteste: am Zaun vor dem Obersten Gerichtshof in Lima. Das Bild entstand am 18. November. Bild: AP

In Peru wechselte der Präsident drei Mal innerhalb weniger Tage. Auf den Straßen gab es Tote und Verletzte. Kommt das Land jetzt zur Ruhe? Die Jugend will einen radikalen Schnitt.

          9 Min.

          Das hier ist erst der Anfang“, sagt Jerry Cervantes. Er marschiert in der vordersten Reihe, ausgerüstet mit Maske, Helm und Megafon. Hinter ihm und den anderen Studentenführern bahnt sich ein Heer von jungen Peruanern den Weg durch den Abendverkehr der Hauptstadt Lima. Viele tragen die peruanische Nationalflagge mit. Der Straßenlärm mischt sich mit Trommelrhythmen, Schlachtrufen und dem unaufhörlichen Hupen von Tröten.

          Tjerk Brühwiller

          Korrespondent für Lateinamerika mit Sitz in São Paulo.

          „Wir lehnen uns gegen die politischen Institutionen auf“, sagt Cervantes, der die Universität San Marco in der nationalen Studentenföderation vertritt. „Die Politiker teilen die Macht unter sich auf, aber sie repräsentieren uns nicht. Sie sind der Ursprung der Krise, in der wir stecken.“ Das Ziel der Demonstranten ist der Kongress, wo sich seit Tagen jeden Abend Tausende Studenten zum Protest versammeln. Sie stellen eine Mahnwache. Sie gilt den Abgeordneten und dem Rest der politischen Klasse des Landes.

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