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Unfall : Zwei Atom-U-Boote im Atlantik kollidiert

  • Aktualisiert am

Die britische und französische Marine verfügen jeweils über vier Atom-U-Boote Bild: AFP

Ein britisches und ein französisches Atom-U-Boot sind nach Medienberichten Anfang Februar im Atlantik zusammengestoßen. Die nukleare Sicherheit sei jedoch „zu keinem Zeitpunkt“ betroffen gewesen, heißt es aus Paris und London.

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          Ein britisches und ein französisches Atom-U-Boot sind britischen Presseberichten zufolge zu Beginn des Monats im Atlantik zusammengestoßen. Bei der Kollision der britischen „HMS Vanguard“ und der französischen „Triomphant“ am 3. oder am 4. Februar seien die U-Boote zwar beschädigt worden, es sei aber keine Strahlung ausgetreten, berichteten die „Times“, der „Daily Telegraph“ und die „Sun“ am Montag übereinstimmend.

          Nach der Kollision soll das französische U-Boot seine Reise eigenständig fortgesetzt haben, während das britische in den schottischen Heimathafen Faslane geschleppt worden sein soll. Angaben über Verletzte gab es nicht.

          „Ein radioaktives Leck wäre möglich gewesen“

          Die mit insgesamt etwa 250 Seeleuten besetzten Schiffe seien bei dem Unfall auf verschiedenen Missionen auf Tauchstation unterwegs gewesen. Das französische Verteidigungsministerium hatte in der vergangenen Woche mitgeteilt, dass die „Triomphant“ bei einer Tauchfahrt ein „Objekt“ gerammt habe. Dabei sei zwar das Sonargerät am Bug beschädigt worden, die nukleare Sicherheit jedoch „zu keinem Zeitpunkt“ betroffen gewesen. Nach Informationen der britischen Zeitung „Sun“ trug die „HMS Vanguard“ sichtbare Dellen und Kratzer am Rumpf davon.

          Das britische Verteidigungsministerium erklärte, es gebe keine Auskünfte über die Operationen seiner Atom-U-Boote. Es könne aber bestätigen, dass es keine Beeinträchtigung der nuklearen Sicherheit Großbritanniens gegeben habe.

          Die britische und französische Marine verfügen jeweils über vier Atom-U-Boote. „Es ist sehr unwahrscheinlich, dass es bei einer solchen Kollision zu einer nuklearen Explosion kommen kann“, zitierte die „Sun“ einen „hochrangigen“ Militär. „Aber ein radioaktives Leck wäre möglich gewesen. Schlimmer noch, wir hätten die Besatzung und die Sprengköpfe verlieren können. Das wäre eine nationale Tragödie gewesen.“

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