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Krise in Venezuela : UN werfen Venezuela schwere Menschenrechtsverletzungen vor

  • Aktualisiert am

UN-Menschenrechtsbeauftragte Michelle Bachelet zu der aktuellen Lage in Venezuela Bild: AFP

Die UN-Menschenrechtsbeauftragte spricht in Genf von 37 gezielt getöteten Menschen und zahlreichen willkürlichen Verhaftungen. Ihr Vorwurf richtet sich besonders an die staatlichen Sicherheitskräfte.

          Die UN-Menschenrechtskommissarin Michelle Bachelet erhebt schwere Vorwürfe gegen die staatlichen Sicherheitskräfte Venezuelas. Unterstützt von Milizen hätten sie mit exzessiver Gewalt, Tötungen und Folter friedliche Opposition unterdrückt, sagte die Chilenin vor dem Menschenrechtsrat der UN in Genf. So sei es im Januar mutmaßlich zu illegalen Razzien in als Hochburgen der Opposition geltenden Armenvierteln von Caracas gekommen. Dabei wurden demnach 37 Menschen gezielt getötet, zudem kam es offenbar zu zahlreichen willkürlichen Verhaftungen. Zuletzt reiste ein UN-Team durch Venezuela, um Menschenrechtsverletzungen zu dokumentieren.

          Bachelet äußerte sich außerdem besorgt über die Versorgungslage in dem einst reichen Land. Der Zugang zu Lebensmitteln, Wasser und Medikamenten habe sich verschlechtert, sagte die UN-Kommissarin. Der Verfall des Gesundheitssystems habe zudem zu einem Anstieg der Mütter- und Kindersterblichkeit sowie der Ausbreitung von Infektionskrankheiten geführt.

          „Ich befürchte, dass die jüngsten amerikanischen Sanktionen gegen den venezolanischen Ölsektor zu einer Verschärfung der Wirtschaftslage betragen könnten“, sagte Bachelet.

          Der linke Staatschef Nicolas Maduro liefert sich seit Wochen einen Machtkampf mit Oppositionschef Juan Guaidó, der sich selbst zum Übergangspräsidenten ernannt hat und Rückendeckung zahlreicher lateinamerikanischer und westlicher Staaten genießt.

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