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UN : Prodi zum Sondergesandten für die Sahel-Zone ernannt

  • Aktualisiert am

Soll „Anstrengungen“ der UN in der Sahel-Zone koordinieren: Romano Prodi Bild: REUTERS

Der ehemalige italienische Ministerpräsident Prodi ist zum UN-Sondergesandten für die Sahel-Zone ernannt worden. Frankreich forderte die UN auf, sich an der Planung eines Militäreinsatzes in Mali zu beteiligen.

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          Frankreich will die UN zur Unterstützung eines internationalen Militäreinsatzes in Mali bewegen. In einem französischen Resolutionsentwurf wird UN-Generalsekretär Ban Ki-moon aufgefordert, innerhalb von 30 Tagen „detaillierte und umsetzbare Empfehlungen“ vorzulegen, wie das von muslimischen Extremisten besetzte Gebiet zurückgewonnen werden könne, berichtet die Nachrichtenagentur AP.

          Frankreich empfiehlt den UN, sich der Afrikanischen Union und der Westafrikanische Wirtschaftsgemeinschaft Ecowas anzuschließen, die bereits einen Einsatz in Mali planen. Die UN sollte sofort Militärexperten bereitstellen, fordert Paris. Auch Gespräche mit Malis Nachbarn und internationalen Organisationen sollen demnach gesucht werden.

          UN-Generalsekretär Ban ernannte am Dienstag den ehemaligen italienischen Ministerpräsidenten und EU-Politiker Romano Prodi zum Sondergesandten für die Sahel-Zone. Prodi werde sich anfangs auf die Situation in Mali konzentrieren, sagte ein UN-Sprecher. Prodi solle „die Anstrengungen der Vereinten Nationen für eine integrierte Strategie für die gesamte Sahel-Zone koordinieren“.

          Frankreich fordert Sanktionen

          Ecowas und die Übergangsregierung in Mali hatten schon im September den UN-Sicherheitsrat um die Genehmigung einer Militärintervention ersucht. Der Sicherheitsrat forderte damals aber eine detailliertere Planung und ein Abstimmen mit der EU und anderen afrikanischen Staaten.

          Frankreich forderte nun auch Sanktionen „gegen Rebellengruppen, die nicht alle Verbindungen zur Terroristenorganisationen auflösen“. Die Extremisten sollen Kontakte zu Al Qaida pflegen. In Mali hatte Ende März eine Gruppe Soldaten den Präsidenten Amadou Toumani Touré entmachtet. Aufgrund des dadurch entstandenen Machtvakuums gelang es Tuareg-Rebellen und mit ihnen verbündeten Islamisten, innerhalb weniger Tage weite Teile des Nordens unter ihre Kontrolle zu bringen. Sie führten die Scharia ein und unterdrücken mit brutaler Gewalt die Zivilbevölkerung.

          Bild: F.A.Z.

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