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UN-Generalsekretär : Ban verurteilt Einsatz von Fassbomben in Syrien

  • Aktualisiert am

UN-Generalsekretär Ban Ki-moon Bild: AP

UN-Generalsekretär Ban Ki-moon kritisert die Angriffe der syrischen Armee auf Zivilisten. Vor allem der Einsatz von Fassbomben bereite im Sorgen.

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          UN-Generalsekretär Ban Ki-moon hat die anhaltenden Angriffe der syrischen Armee auf Zivilisten in der Stadt Aleppo verurteilt. Insbesondere Luftangriffe mit Fassbomben hätten „verheerende Auswirkungen in Wohngebieten“, sagte Bans Sprecher Martin Nesirky am Donnerstag. Sie stünden im Widerspruch zu den humanitären Menschenrechten. Ban fordere „alle Parteien in Syrien“ auf, sich „unverzüglich darum zu bemühen, das Niveau der Gewalt zu senken, und sich auf eine politische Lösung des Konflikts zu konzentrieren“.

          Den von der syrischen Luftwaffe über Aleppo abgeworfenen Fassbomben sind in den vergangenen fünf Tagen bereits fast 250 Menschen zum Opfer gefallen, darunter 73 Kinder, wie die oppositionsnahe Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte mitteilte. Hunderte weitere Menschen seien verletzt worden. Die Angaben der Beobachtungsstelle, die sich auf ein Netzwerk von Informanten stützt, sind von unabhängiger Seite nur schwer zu überprüfen. Fassbomben sind mit Sprengstoff und Metallbomben gefüllte Fässer, die eine äußerst zerstörerische Kraft entfalten.

          Während die Armee von Präsident Baschar al-Assad den Westen Aleppos kontrolliert, halten die Aufständischen den Osten der Stadt in ihrer Hand. Die Wirtschaftsmetropole wird seit 2012 von schweren Kämpfen erschüttert, weite Teile der Altstadt liegen inzwischen in Trümmern.

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