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Streit über Nordkorea : Russland weist Schuld an geplatzter UN-Erklärung zurück

  • Aktualisiert am

Sitzung des UN-Sicherheitsrats, hier am Mittwoch zur Lage in Libyen Bild: dpa

Eine Verurteilung des neuerlichen nordkoreanischen Raketentests ist im UN-Sicherheitsrat an Russland gescheitert. Amerikanische Medien bezeichnen den Schritt als „Blockade“ – doch das will Russland so nicht stehen lassen.

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          Die russische UN-Vertretung hat Medienberichte zurückgewiesen, wonach sie eine Verurteilung des jüngsten Raketentests von Nordkorea durch den Sicherheitsrat blockiert habe. Der Wortlaut des von der amerikanischen Delegation eingebrachten Entwurfs habe sich von früheren Erklärungen des Sicherheitsrats zu nordkoreanischen Raketentests unterschieden, teilte Russlands ständige Vertretung bei den Vereinten Nationen am Mittwoch (Ortszeit) mit. Insbesondere habe der Aufruf zu einer Lösung des Konflikts „durch Dialog“ gefehlt.

          Amerikanische Medien hatten unter Berufung auf UN-Diplomaten berichtet, außer Russland seien die übrigen 14 Mitglieder des Sicherheitsrats mit der amerikanischen Erklärung einverstanden gewesen, mit der Nordkoreas Raketentest verurteilt werden sollte – darunter auch China.

          Die russische Delegation habe darum gebeten, den bisher vereinbarten Wortlaut wiedereinzuführen, erklärte sie. Daraufhin hätten die amerikanischen Diplomaten die Arbeit an dem Entwurf eingestellt und Russland die Schuld an dessen Scheitern gegeben.

          Nordkorea hatte am vergangenen Sonntag abermals eine Rakete zu Testzwecken gestartet, sie war allerdings kurz nach dem Start explodiert. China spielt eine wichtige Rolle im Streit um Nordkoreas Atom- und Raketenprogramm. Die Vereinigten Staaten wollen China dazu bewegen, die Schrauben gegenüber seinem Nachbarn enger zu ziehen. Kremlsprecher Dmitri Peskow hatte sich am Mittwoch gegen neue internationale Sanktionen gegen Nordkorea ausgesprochen.

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