https://www.faz.net/-gpf-a9ix8

Ethnische Gleichberechtigung : UN-Berichterstatterin kritisiert Menschenrechtslage auf Kuba

  • Aktualisiert am

Arbeiterinnen mit Mund-Nasen-Schutz in der Zigarrenfabrik Partagas inmitten der Corona-Pandemie in Havanna Bild: dpa

Wiederholte Verhaftungen und Überwachung durch Sicherheitskräfte – Aktivisten für ethnische Gleichberechtigung werden auf Kuba laut den Vereinten Nationen eingeschüchtert

          1 Min.

          Die UN-Sonderberichterstatterin zur Situation von Menschenrechtsverteidigern, Mary Lawlor, zeigt sich besorgt über die Einschüchterung und Repression von Aktivisten, die sich für ethnische Gleichberechtigung auf Kuba einsetzen. Wiederholte Verhaftungen, fehlender Zugang zur juristischem Beistand und eine Überwachung durch Sicherheitskräfte verstießen gegen internationales Recht und müssen beendet werden, forderte Lawlor in einer am Donnerstag (Ortszeit) verbreiteten Stellungnahme.

          Konkret bezog sich Lawlor auf den Fall des Komitees für Ethnische Integration in Kuba. Mehrfach seien Vertreter des Gremiums verhaftet werden. Seit 2019 werde Komiteemitgliedern Reisen zu Veranstaltungen in Zusammenhang mit ihrer Arbeit ohne Angabe von Gründen untersagt. Menschenrechtsverteidiger dürften wegen ihrer legitimen Arbeit für eine gerechte Zivilgesellschaft nicht das Ziel von Repression werden, erklärte Lawlor. Ihr Büro stehe wegen der Fälle in Kontakt mit den kubanischen Behörden.

          Zuletzt kam es auf Kuba immer wieder zu Verhaftungen von regierungskritischen Künstlern und Intellektuellen, die ein Dekret kritisieren, dass dem Staat die Kontrolle über Auftrittsmöglichkeiten verschafft. Daraus ist eine breite unabhängige Bewegung von Kulturschaffenden entstanden, die eine demokratische Öffnung des Systems fordert. Auf Kuba regiert seit über 60 Jahren die kommunistische Partei. Andere Parteien sind offiziell nicht zugelassen.

          Weitere Themen

          Einbußen für die CSU

          Umfrage in Bayern : Einbußen für die CSU

          Die CSU verliert in Bayern an Zustimmung. Das ergab eine aktuelle Umfrage an diesem Wochenende. Bei den Zufriedenheitswerten für Markus Söder sieht die Sache anders aus.

          724 minderjährige Geflüchtete werden weiterhin vermisst

          Migration : 724 minderjährige Geflüchtete werden weiterhin vermisst

          Nach Datenanalysen europäischer Medien sind in Europa in den vergangenen zwei Jahren mehr als 18.000 unbegleitete Flüchtlinge als vermisst gemeldet worden. Die meisten von ihnen sind wieder aufgetaucht, aber nicht alle. Kinderschützer kritisieren mangelhafte Statistiken.

          Topmeldungen

          Menschen auf einer Bank in Brooklyn im April 2021

          Lockerung der Restriktionen : New York erwacht zum Leben

          Kino, Baseball, Achterbahn: Dank des rapiden Impffortschritts erlebt der „Big Apple“ einen Öffnungsreigen. Doch der Weg zur alten Normalität ist noch weit. Was wird bleiben von der Pandemie?
          Limousine des russischen Botschafters vor dem tschechischen Außenministerium am Samstag in Prag

          Explosionen in Tschechien : Führt die Spur nach Russland?

          Die Tschechische Republik hat 18 russische Diplomaten ausgewiesen, die als Geheimdienstmitarbeiter gelten. Damit reagiert das Land auf einen Anschlag im Jahr 2014, der Russland angelastet wird.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.