Wächter zum Schutz der Weltmeere
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Schützenswert: Ein Buckelwal vor der Küste Ecuadors Bild: dpa
Die Vereinten Nationen setzen sich anspruchsvolle Regeln zur Bewahrung der Artenvielfalt auf Hoher See. Für den Schutz der Fauna in den Weltmeeren ist das ein großer Schritt.
Beim globalen Umweltschutz kann die Staatengemeinschaft in jüngerer Zeit trotz aller geopolitischen Spannungen beachtliche Erfolge vorweisen – zumindest auf dem Papier. Im Kampf gegen Meeresvermüllung und Umweltverschmutzung wurde vor gut einem Jahr in Nairobi der Weg für ein globales Plastikabkommen geebnet. Und auf der Weltnaturkonferenz in Montreal gelang es im Dezember 2022, ein Übereinkommen zur Bewahrung der biologischen Vielfalt zu erreichen. 30 Prozent der Landes- und Meeresfläche sollen demnach bis 2030 unter Schutz gestellt werden.
Dieses Vorhaben hat nun weiteren Schub bekommen. Erstmals soll die Artenvielfalt auf Hoher See durch ein globales Abkommen geschützt werden. Vergangenes Wochenende einigten sich Vertreter von 160 Staaten in New York auf einen anspruchsvollen Vertragstext zur Erhaltung und nachhaltigen Nutzung der biologischen Vielfalt in internationalen Gewässern. Das Abkommen muss noch formell angenommen werden. Das soll demnächst auf einer Regierungskonferenz geschehen. Danach kann die Ratifizierung beginnen. Wenn 60 Staaten die Ratifikationsurkunden hinterlegt haben, wird die Übereinkunft nach einer Frist von 120 Tagen rechtsverbindlich.
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