https://www.faz.net/-gpf-8vcpj

Umfragen in Frankreich : Macron liegt klar vor Le Pen

  • Aktualisiert am

Schon in Siegerpose: Präsidentschaftskandidat Emmanuel Macron Bild: AFP

Bei den anstehenden Präsidentschaftswahlen in Frankreich sieht es laut Umfragen derzeit gut aus für Emmanuel Macron. Der unabhängige Kandidat würde Le Pen demnach weit hinter sich lassen.

          1 Min.

          Der unabhängige französische Präsidentschaftskandidat Emmanuel Macron dürfte jüngsten Umfragen zufolge in der Stichwahl am 7. Mai klar gegen die Kandidatin des rechtsextremen Front National (FN) siegen. Laut der am Sonntag veröffentlichten Umfrage von Odoxa/Dentsu-Consulting käme Macron auf 61 Prozent der Stimmen und die FN-Vorsitzende Marine Le Pen auf 39 Prozent. Nach einer Figaro/LCI-Umfrage würde Macron in der Stichwahl 58 Prozent der Stimmen erhalten und Le Pen 42 Prozent.

          In der ersten Wahlrunde Ende April sähe es nach derzeitigen Umfragen so aus, dass Le Pen mit 27 Prozent gewänne – vor Macron mit 25 Prozent und dem konservativen Kandidaten Francois Fillon mit 19 Prozent. Das ergibt die Umfrage von Odoxa/Dentsu-Consulting.

          Herausforderin Marine Le Pen vom Front National

          Bundeskanzlerin Angela Merkel wird neben Fillon auch dessen Konkurrenten Macron treffen. Ein Regierungssprecher in Berlin bestätigte der Nachrichtenagentur Reuters am Freitag, Merkel sei bereit, Macron zu empfangen. Mitte Januar hatte er Berlin besucht, aber keinen Termin im Kanzleramt erhalten.

          Macron gilt als Kandidat der Mitte und hat sich zur EU und der deutsch-französischen Zusammenarbeit bekannt. Für Merkel ist ein Treffen mit ihm heikel, denn ihr Partner in der konservativen europäischen Parteienfamilie EVP ist Fillon.

          Mehrere Busse mit Le Pen-Anhängern angegriffen

          Gegner der rechtsextremen Front National haben in der Nähe von Nantes im Nordwesten des Landes mehrere Busse mit Anhängern der Rechtspopulistin Marine Le Pen angegriffen. Eines der Fahrzeuge sei mit Farbe beschmiert worden, zwei weitere sollen die Angreifer, die zum Teil Strumpfmasken trugen, mit Eisenstangen attackiert haben, wie mehrere französische Medien berichteten.

          Die FN-Gegner protestierten damit am Sonntag gegen eine Wahlkampfveranstaltung der Parteichefin Marine Le Pen in einem Vorort der Stadt nördlich der Loire. Bei dem Zwischenfall wurde niemand verletzt.

          Die Angreifer hatten auf der Nationalstraße, die von Rennes nach Nantes führt, eine Barriere aufgebaut und Reifen angezündet, um die Busse zu stoppen. An der Aktion sollen rund 100 FN-Gegner beteiligt gewesen sein. Bereits am Vortag kam es bei einer Demonstration mit über 2000 Teilnehmern gegen die FN-Wahlkampfveranstaltung zu Ausschreitungen.

          Weitere Themen

          Hausdurchsuchungen bei Unterstützern Bolsonaros

          Gegen Hetzkampagnen : Hausdurchsuchungen bei Unterstützern Bolsonaros

          Den insgesamt 29 Personen wird vorgeworfen, in sozialen Netzwerken Hasskampagnen und „Fake News“ systematisch verbreitet zu haben. Bolsonaro selbst spricht von Anzeichen, „dass etwas sehr Schlimmes mit unserer Demokratie passiert“.

          Peking gibt grünes Licht Video-Seite öffnen

          Hongkong-Sicherheitsgesetz : Peking gibt grünes Licht

          Ungeachtet internationaler Proteste hat Chinas Nationaler Volkskongress die Einführung eines Sicherheitsgesetzes zu Hongkong gebilligt, mit dem nach Ansicht von Kritikern die Bürgerrechte in der Sonderverwaltungszone massiv beschnitten werden.

          Topmeldungen

          Alles und alle ständig im Blick. Menschen auf der Nanjing Road in Schanghai in einer Fotomontage.

          Überwachung in China : Ein Code, sie alle zu finden

          Peking nutzt die Krise, um mit Kameras, Apps und Künstlicher Intelligenz das Volk noch stärker auszuspionieren als bisher. Das hat damit anscheinend kein Problem.
          Zielscheibe der „Bild“-Zeitung: der Virologe Christian Drosten.

          „Bild“ & Kekulé gegen Drosten : Nachtreten bis zum Umfallen

          Die „Bild“-Zeitung macht mit dem perfiden Kesseltreiben gegen den Virologen Christian Drosten weiter. Ein paar Helfershelfer springen auf den Zug auf. Und dieser rast mit Vollgas, so wie das Boulevardblatt es sich wünscht.
          Julia Stoschek anlässlich einer Preisverleihung in Köln im Jahr 2018

          Julia Stoschek : Eine Kunstsammlerin begehrt auf

          Ihre Sammlung gehört zu den besten der Welt, ihre Ausstellungen und ihre Partys sind gefragt: Was treibt die Kunstsammlerin Julia Stoschek an, die jetzt Berlin vorführt?

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.