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Mindestens fünf Tote : Ukrainischer Soldat schießt in Fabrik auf Kameraden

  • Aktualisiert am

Ukrainische Soldaten am 7. Dezember 2021 an der Trennlinie zu den prorussischen Rebellen in der Nähe von Katerinivka in der Region Donezk Bild: dpa

Aus noch unbekannten Gründen hat ein ukrainischer Soldat das Feuer auf seine Kameraden eröffnet. Mindestens fünf Menschen wurden dabei getötet und fünf weitere verletzt.

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          Ein Soldat der ukrainischen Nationalgarde hat in der Nacht zum Donnerstag in einer Fabrik für Luft- und Raumfahrttechnik das Feuer auf seine Kameraden eröffnet und dabei mindestens fünf Menschen getötet. Wie das Innenministerium in Kiew am Donnerstag mitteilte, wurden bei dem Vorfall in der zentralukrainischen Stadt Dnipro fünf weitere Menschen verletzt. Der mit einer Schusswaffe vom Typ Kalaschnikow bewaffnete Soldat konnte demnach fliehen. Sein Motiv war zunächst unklar.

          Es sei ein Sondereinsatz gestartet worden, um den flüchtigen Soldaten aufzuspüren, teilte das Innenministerium mit. Der Kommandeur der Nationalgarde, Nikolaj Balan, war demnach auf dem Weg nach Dnipro.

          „Das Motiv für die Tat ist noch unbekannt“, erklärte das Ministerium weiter. Der im Jahr 2001 geborene Schütze habe seine Schusswaffe kurz vor Beginn seiner Schicht erhalten. In der Juschmasch-Fabrik in Dnipro werden unter anderem Trägerraketen, aber auch Fahrzeuge hergestellt.

          Der Angriff kommt für das ukrainische Militär zu einem heiklen Zeitpunkt. Die Krise um den russischen Truppenaufmarsch an der ukrainischen Grenze spitzt sich seit Monaten zu. Westliche Länder warnen davor, dass Russland unter einem Vorwand in die Ukraine einmarschieren könnte, Moskau dementiert dies. In Kiew landen aktuell beinahe täglich Flugzeuge aus Großbritannien und den Vereinigten Staaten mit militärischer Ausrüstung.

          Die Vereinigten Staaten und die NATO haben in den letzten Wochen eine Reihe von Gesprächen mit russischen Vertretern geführt, doch konnten die Verhandlungen die Krise bisher nicht beenden. Eine weitere Verhandlungsrunde soll in zwei Wochen in Berlin stattfinden.

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