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Ukrainischer Gefangener : Regisseur Senzow beendet Hungerstreik

  • Aktualisiert am

Oleg Senzow Bild: AP

Zuletzt wurde der prominenteste Gefangene des Kremls per Tropf ernährt. Jetzt hat Oleg Senzow laut Gefängnisleitung seinen Hungerstreik nach fast einem halben Jahr beendet.

          Nach 144 Tagen hat der in Russland inhaftierte ukrainische Regisseur Oleg Senzow nach Angaben der Gefängnisleitung seinen Hungerstreik beendet. „Der Strafgefangene Oleg Senzow hat schriftlich erklärt, Essen zu sich zu nehmen“, teilte die russische Strafvollzugsbehörde am Freitag mit. Ärzte würden nun eine optimale Diät für ihn zusammenstellen, so dass er bald wieder normal essen könne, hieß es weiter. Der 42 Jahre alte Senzow hatte bisher Nährstoffe per Tropf erhalten. Eine unabhängige Bestätigung für das Ende des Hungerstreiks lag bislang nicht vor, auch Senzows Anwalt war zunächst nicht für eine Stellungnahme zu erreichen.

          Laut Walerij Maximenko, dem stellvertretenden Leiter der Behörde, hätten Ärzte und Anwälte Senzow überzeugen können, „dass er leben muss, dass das Leben weiter geht“. Derzeit sei Senzow noch im Gefängniskrankenhaus. Sobald es ihm besser gehe, werde er wieder kaserniert.

          Hintergrund des Hungerstreiks ist die Forderung Senzows, Dutzende ukrainische Häftlinge aus russischen Gefängnissen freizulassen. Der Filmemacher war 2015 wegen angeblich geplanter Terroranschläge auf der von Russland annektierten Halbinsel Krim in einem international kritisierten Prozess zu 20 Jahren Lagerhaft verurteilt worden. Gnadengesuche der Mutter waren vom Kreml mehrfach abgelehnt worden. Der Ukrainer müsse das Gesuch selbst stellen, hieß es.

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