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Ukraines Ministerpräsident in der F.A.Z. : Jazenjuk fordert Abschreckung gegenüber Russland

  • Aktualisiert am

Der ukrainische Ministerpräsident Arsenij Jazenjuk: „Moskau wird immer falsch spielen“ Bild: Lüdecke, Matthias

Der ukrainische Ministerpräsident mahnt den Westen, sich dem russischen Vorgehen „entschlossen und geschlossen“ entgegenzustellen. Arsenij Jazenjuk wirft Moskau in der F.A.Z. vor, für Terroranschläge verantwortlich zu sein.

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          Der ukrainische Ministerpräsident hat den Westen angemahnt, sich dem russischen Vorgehen im Osten der Ukraine „entschlossen und geschlossen“ entgegenzustellen. 2007 habe sich der Westen aus Rücksicht auf Russland gegen eine Aufnahme der Ukraine und Georgiens in die Nato entschieden. Später sei Russland in Georgien einmarschiert, 2014 dann in die Ukraine. „Wer ist der nächste? Was ist Putins Ziel?“, fragte Jazenjuk im Gespräch mit der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (F.A.Z./Samstagsausgabe). Der ukrainische Ministerpräsident mahnte den Westen, auf die Annektion der Krim nicht mit „business as usual“ zu reagieren: „Russland nicht abzuschrecken, hätte desaströse Folgen“

          Jazenjuk warf Moskau vor, für „Spannungen und Terroranschläge“ im Osten der Ukraine verantwortlich zu sein. In den vergangenen Wochen seien „von Russland gesteuerte Terroristen mit Unterstützung der russischen Grenzpolizisten“ in die Ukraine eingedrungen. Für direkte Gespräche zwischen Russland und der Ukraine gäbe es momentan kein Vertrauen. „Moskau wird immer falsch spielen“.

          Die Annektion der Krim werde die ukrainische Führung niemals akzeptieren, sagte Jazenjuk. Der ukrainische Ministerpräsident sprach sich für eine Vierer-Runde unter Teilnahme der EU und der Vereinigten Staaten aus, um zu einer Lösung zu kommen. „Es geht schließlich nicht nur um die Ukraine, sondern um die internationale Ordnung“, sagte Jazenjuk der F.A.Z..

          Energy Security Summit 2014 : Jazenjuk will Russland verklagen

          Zu den laufenden Vermittlungsversuchen der EU in dem Gasstreit zwischen Moskau und Kiew warf Jazenjuk Russland vor, Gas als „politische Waffe“ einzusetzen. „Moskau kann doch nicht den Gaspreis verdoppeln, nur weil wir das politische Kapitel des Assoziierungsabkommens mit der EU unterzeichnet haben“, sagte Jazenjuk der F.A.Z..

          Er werde zusammen mit dem neugewählten ukrainischen Präsidenten Petro Poroschenko die Russisch sprechende Minderheit schützen, die Dezentralisierung voranzutreiben und alles tun, um die Einheit des Staates zu erhalten, sagte Jazenjuk. „Dies ist die letzte Chance für unser Land“.

          Das Gespräch mit dem ukrainischen Ministerpräsidenten Arsenij Janzejuk lesen Sie in der Samstagsausgabe der Frankfurter Allgemeinen Zeitung oder schon am Vorabend ab 20 Uhr in der F.A.Z.-App und als E-Paper.

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