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Freiwillige in der Ukraine : Reise in den Krieg

Menschenkette: Ukrainische Freiwillige reichen am Dienstag im Norden von Kiew Gewehre über eine zerstörte Brücke. Bild: AFP

Zigtausende Ukrainer melden sich freiwillig für den Kampf um die Heimat. Sie stoppen an Straßenkreuzungen russische Saboteure – und sind Teil eines mehrschichtigen Verteidigungskonzepts.

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          Lange Schlangen bilden sich inzwischen vor den Rekrutierungsbüros für Freiwillige in ukrainischen Städten. In Lemberg heißt es, der Andrang sei kaum zu bewältigen, manche kampfbereiten Männer müssten mehrere Tage warten, bis sie sich in die Listen eintragen könnten. Über Twitter verbreiten sich Bilder von Prominenten wie dem bekannten Schwergewichtsboxer Oleksandr Usyk, der sich den Kräften der territorialen Verteidigung angeschlossen hat und der jetzt mit seinen Kameraden in Kampfkleidung mit Gewehr posiert. Auch ein Fußballtrainer und ein bekannter Sänger sind unter jenen, die in den sozialen Netzwerken als Beispiel vorangehen wollen. Sogar der frühere ukrainische Präsident Petro Poroschenko soll sich inzwischen freiwillig zum Kampf gemeldet haben.

          Alexander Haneke
          Redakteur in der Politik.

          Erst im Januar dieses Jahres hatte die Ukraine ein Konzept der „Territorialen Verteidigung“ in Kraft gesetzt. Die Bedrohung durch den russischen Aufmarsch an den Landesgrenzen war da schon zum Greifen. Laut dem im vergangenen Herbst verabschiedeten Gesetz können sich alle Frauen und Männer im wehrfähigen Alter für die Verbände melden. Voraussetzung ist nur, dass man gesund und nicht mehrfach oder wegen schwerer Delikte vorbestraft ist.

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